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Dettinger Dominanz

Bezirksligist deklassiert die Konkurrenz beim Rottenburger Stadtpokal

Spannend war es nicht. Das Finale des Aktiventurniers vor 1000 Zuschauern in der Rottenburger Volksbank-Arena. Denn der FC Rottenburg hatte gegen den Titelverteidiger TSV Dettingen beim 0:4 keinerlei Chance. Beim FCR verletzte sich zudem ein Leistungsträger schwer.

31.12.2014
  • Moritz Hagemann

Rottenburg. André Gonsior und Andreas Beyerle standen nach dem Finale grinsend auf dem Feld. Dabei hatte das Trainerduo gerade ein 0:4 seines Landesliga-Teams gegen den Bezirksligisten TSV Dettingen gesehen. „Wer das Turnier gewinnt“, sagte Beyerle, „der steigt am Ende weder auf noch ab.“ Dies sei eine Erkenntnis aus der Vergangenheit. Sie versuchten die positiven Aspekte hervorzuheben. Doch wirklich glücklich verlief der FCR-Auftritt beim 39. Rottenburger Stadtpokal nicht. „Wir haben ganz schlecht gespielt und uns ins Finale auch ein bisschen durchgemogelt“, fand Beyerle. Und dann gab es noch die schlimmste Nachricht: Kevin Hartmann hat sich in der Vorrunde das Kreuzband gerissen, wird bereits am 7. Januar operiert. Außerdem verlässt Sandro Esser den Verein studiumsbedingt.

Doch auch der Sieger blieb trotz der stimmungsvollen Verabschiedung von seinen Fans auf dem Boden. „Das ist eine schöne Momentaufnahme“, sagte Florian Schachtschneider, der von den Verantwortlichen aller Teams zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Die Dettinger hatten sogar ihre Siegertrikots aus dem Vorjahr wieder ausgepackt – und da machten sie es ähnlich deutlich. Der SV Weiler war 2013 beim 5:0 schlicht chancenlos. Allerdings wissen sie, dass man für den Sieg beim Stadtpokal in der Bezirksliga-Saison nichts erntet: „Wir müssen uns auf draußen konzentrieren, denn da lief es nicht so, wie es sollte“, sagte Schachtschneider. „Aber natürlich kann uns das einen Schub geben.“ Dass mit Mario Martin (sieben Tore) auch der Torschützenkönig aus den Reihen des neuen und alten Stadtchampions kommt, verwundert da nicht mehr. „Sie haben den schönsten Fußball gezeigt und sind ein würdiger Titelträger“, gestand auch der unterlegene Trainer Beyerle. Ein Doppelpack von Michael Quasthoff sowie Treffer von Mario Martin und Lukas Widmann hatten das Finale entschieden.

Die Überraschung des Turniers war aber der Tabellenletzte der Kreisliga A 3. Ohne seinen erkrankten Trainer Tobias Zug läuft es scheinbar besser, der SV Oberndorf bezwang im kleinen Finale den SV Wendelsheim mit 2:1. Tim Heumesser glückte dabei nicht nur der Siegtreffer, sondern auch das 100. Turniertor. Eine Auszeichnung erhielt auch der SV Wurmlingen, der mit Florian Schwabe den besten Torhüter stellte.

Relativ enttäuschend war die Darbietung des gastgebenden TuS Ergenzingen, der in der Zwischenrunde ausschied. TuS-Vorstand Karl Schäfer war mit dem Turnier insgesamt aber zufrieden: „Es hat alles wunderbar funktioniert.“

Bezirksligist deklassiert die Konkurrenz beim Rottenburger Stadtpokal
Die beiden Dettinger Florian Schachtschneider (rechts) und Mario Martin bejubeln Martins Treffer im Finale. Den hatte Schachtschneider herausragend vorbereitet. Marlon Schnabel vom FC Rottenburg geht enttäuscht vom Feld. Bild: Ulmer

Beim Turnier der C-Mädchen waren nur der SV Oberndorf und der FC Rottenburg. Beide spielten drei Mal gegeneinander – mit dem besseren Ende für den SVO.
Bei den E-Junioren hat sich der FC Rottenburg durch einen 2:1-Erfolg über den SV Oberndorf den Titel gesichert. Dritter wurde der TuS Ergenzingen (3:2 gegen den FC Rottenburg II).
Spannung auch im Turnier der C-Junioren: In der vorletzten Minute des Endspiels gegen den TuS Ergenzingen gelang Julian Sinz das „Goldene Tor“ zum 1:0 für den FC Rottenburg. „Das war schade, im Finale hatten wir die besseren Chancen“, ärgerte sich TuS-Jugendleiter Alexander Braun.
Bei den B-Junioren machten ebenfalls der FC Rottenburg und der TuS Ergenzingen den Titel unter sich aus. Im von der Taktik geprägten Finale hatte Rottenburg zunächst die besseren Torchancen, Niklas Behr erzielte die 1:0-Führung. Mit einem Gewaltschuss gelang Daniel Wörnle in der letzten Minute der 1:1-Ausgleich, als der FCR wegen Zeitstrafe in Unterzahl spielte. Da die Verlängerung torlos blieb, folgte das Neunmeterschießen. Luca Alfonzo verwandelte den entscheidenden Neunmeter zum 6:5 für den FCR. Im kleinen Finale gewann der TuS Ergenzingen II mit 2:0 gegen den FCR II. Erstmals im Einsatz für Ergenzingen war Stürmer Marian Ade (Balingen).
Bei den A-Junioren stand der Stadtmeister FC Rottenburg schon vor dem letzten Spiel fest. Nur noch sechs Teams waren gemeldet, je zwei Teams vom FCR und der SGM Eichenberg – deshalb wurde der Pokalsieger im Modus Jeder gegen Jeden ermittelt. Zweiter wurde die SGM Eichenberg I vor dem TuS Ergenzingen.mak

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31.12.2014, 12:00 Uhr

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