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DFB in Turbulenzen

Bierhoff sagt ab: Wer wird Chef des Verbands?

Niersbach ist weg - und kein Nachfolger in Sicht. Die Suche nach dem neuen Mann an der Spitze wird den DFB noch monatelang beschäftigen.

11.11.2015
  • SID

München Oliver Bierhoff hat kein Interesse, Nachfolger des zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Niersbach zu werden. "Das Präsidententhema ist für mich kein Thema", sagte der 47 Jahre alte Manager der DFB-Auswahl gestern in München. "Ich habe die Nationalmannschaft auf eine EM vorzubereiten, und wir haben ein Jahrhundertprojekt mit der Akademie, das mich sehr begeistert. Das will ich mit aller Leidenschaft fortsetzen." Der frühere Profi ist Mitglied im DFB-Präsidium und galt als möglicher Erbe des im Zuge der Affäre um die WM 2006 abgetretenen Niersbach. Daneben haben bereits Heribert Bruchhagen, Vorstandschef des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, sowie Liga-Präsident Reinhard Rauball abgesagt. Rauball führt derzeit gemeinsam mit Vizepräsident Rainer Koch die Amtsgeschäfte des DFB kommissarisch fort.

Bierhoff betonte, er sei "betroffen und getroffen" von Niersbachs Rückzug, habe aber "Respekt" davor. Betroffenheit habe er auch bei den Spielern gespürt: "Es ist kein Geheimnis, dass er ein enges Verhältnis zur Mannschaft hatte.

Bierhoff sieht die Nationalspieler in der Pflicht, über ehrliche Leistungen auf dem Platz ein Stück der verloren gegangenen Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. "Ich mache mir ein bisschen Sorgen zur Zeit", sagte er angesichts der Affären im DFB und beim Weltverband Fifa. "Wir bei der Nationalmannschaft sind immer Glanzlicht, sind immer Freude", so erklärte er. "Das müssen wir jetzt mit guten Auftritten zeigen. Die Leute haben ein sehr gutes Gespür für ehrliche Arbeit." Für die Länderspiele am Freitag in Paris gegen Frankreich und vier Tage später in Hannover gegen die Niederlande gilt: "Ärmel hochkrempeln, richtig anpacken, versuchen, erfolgreich zu spielen."

Bierhoff sagt ab: Wer wird Chef des Verbands?
Seit Juli 2004 Manager der deutschen Nationalmannschaft: Oliver Bierhoff. Foto: afp

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11.11.2015, 12:00 Uhr

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