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Mauer gegen Jahrhundertflut

Bieringen will sich nun doch vor Hochwasser schützen lassen

BIERINGEN (cri). Über Möglichkeiten des Hochwasserschutzes haben sich die Bieringer Ortschaftsräte in ihrer Sitzung am Donnerstagabend beraten. Sie stimmten einer Vorplanung des Landes Baden-Württemberg zu, die unter anderem eine Mauer entlang der Starzacher Straße vorsieht.

03.04.2004

Leicht gemacht hatten es sich die Bieringer Ortschaftsräte nicht. Über zwei Stunden berieten sie sich zusammen mit Fachleuten vom städtischen Tiefbauamt und der Gewässerdirektion Donau-Bodensee über Möglichkeiten des Hochwasserschutzes in Bieringen. Das Ergebnis ist ein Grundsatzbeschluss, sich künftig neuen Schutzbauten nicht zu verschließen.

Die Situation in Bieringen ist deshalb prekär, weil dort zwei sogenannte Gewässer erster Ordnung aufeinandertreffen. Bei Hochwasser schwillt die Starzel zu einem reißenden Strom an und vereinigt sich mit dem Neckar, der zu diesem Zeitpunkt längst über die Ufer getreten ist. „Es geht um eine Gefahrenabwehr“ stellte Ortsvorsteher Walter Dettling klar. Auch wenn der Hochwasserschutz wie in der beschlossenen Vorplanung gebaut werden sollte, „sagt keiner, dass wir dann hochwasserfrei sind“.

Die Neckarauen bleiben als Überschwemmungszone erhalten. „Laut Wassergesetz muss ein Gewässer heute naturnah sein“, erläuterte Diplomingenieur Thomas Nill aus Neustetten. In diesem Bereich soll, wo nötig, der Objektschutz verstärkt werden sowie dafür gesorgt werden, dass nach einem Hochwasser die Straße zum Bahnhof schneller passierbar wird.

Am linken Neckarufer sieht die Planung eine etwa einen Meter hohe Betonmauer mit zwei Durchlässen vor. Die Ortschaftsräte verhielten sich gegenüber der Mauer skeptisch und forderten, bei der Detailplanung auf eine „städtebaulich vorteilhafte Gestaltung“, so Dettling, zu achten. Mit der Entscheidung der Bieringer ist noch kein Baubeginn verknüpft. Sie ist als Orientierung für die weitere Planung zu verstehen. Finanziert wird der Hochwasserschutz zu 70 Prozent vom Land; den Rest trägt die Stadt Rottenburg.

Den Räten war es wichtig, durch den ortseigenen Hochwasserschutz und eine damit verbundene mögliche Erhöhung der Fließgeschwindigkeit flussabwärts keine größeren Schäden zu verursachen.

Bieringen will sich nun doch vor Hochwasser schützen lassen
Land unter in Bieringen? Gegen ein statistisch nur alle 100 Jahre auftretendes Hochwasser (hier die Flut vom Februar 1990) sollen neue Mauern den obersten Rottenburger Neckar-Stadtteil schützen.

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03.04.2004, 12:00 Uhr

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