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Umstrittenes Konzept soll ab August gelten

Bildungsplan steht

Das Kultusministerium will den Bildungsplan am Montag im Internet veröffentlichen. Er soll ab August gelten. Die CDU kritisiert den Zeitplan.

01.04.2016
  • EPD

Stuttgart. Der baden-württembergische Bildungsplan tritt wie geplant zum neuen Schuljahr in Kraft. Kritik aus Reihen der CDU, die eine Entscheidung über das Konzept erst nach Ende der Koalitionsverhandlungen umsetzen wollte, wies Michael Hermann, Sprecher des Kultusministeriums, zurück. Allen Beteiligten sei gesagt worden, dass der Bildungsplan bis April fertiggestellt sein müsste. Nur so könnte dieser zum kommenden Schuljahr in Kraft treten. Der Plan soll am Montag im Internet veröffentlicht werden.

Nach den Landtagswahlen am 13. März verhandelt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) derzeit über eine Regierungskoalition mit der CDU. Sind die Verhandlungen erfolgreich, wird der bisherige Kultusminister Andreas Stoch (SPD) nicht mehr der Landesregierung angehören.

Der Bildungsplan soll den alten Plan aus dem Jahr 2004 ablösen und zum 1. August für die Klassen 1 und 2 sowie 5 und 6 in Kraft treten. Bis 2023/24 soll er in allen Klassen umgesetzt werden. Er sieht eine höhere Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schularten vor, zudem wird es die neuen Schulfächer "Alltagskultur, Ernährung, Soziales" und "Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung" geben.

Umstritten war bei der Entwicklung, welche Rolle das Leitprinzip "Akzeptanz sexueller Vielfalt" spielen soll. In einem nicht zur Veröffentlichung bestimmten Entwurf hatte dieses Prinzip vor zwei Jahren ein hohes Gewicht. Dagegen gab es Demonstrationen und eine Online-Petition mit 192 000 Unterschriften.

Im jetzigen Bildungsplan geht das Thema in einer allgemeinen Leitperspektive "Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt" auf, die auch ethnische und religiöse Minderheiten berücksichtigt. Das Kultusministerium hat 175 Organisationen gebeten, sich an der Anhörung zu beteiligen - darunter Kommunen, Universitäten, Wirtschaftsverbände und Kirchen. Im Februar hatte der Bildungsdezernent der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Oberkirchenrat Werner Baur, gesagt solche Pläne böten zwar einen Orientierungsrahmen, garantierten aber weder die Qualität von Unterricht noch den Kompetenzerwerb bei Schülern.

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01.04.2016, 06:00 Uhr

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