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Zum Podiumsbericht „Euro-Land fast abgebrannt“

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Zu unserem Podiumsbericht „Euro-Land fast abgebrannt“ vom 24. November.

04.12.2012

„Griechenland ist ein wunderbares Land, es lechzt geradezu danach, genossen zu werden.“ Das sagt kein Geringerer als der bekannte Tübinger Ökonom Joachim Starbatty, der eine maßgebende Rolle in der Euro- und Währungskrise in Europa hat, und damit reduziert er die Rolle Griechenlands in Europa auf den Tourismus. Hat man es in Deutschland zum Ziel gesetzt, aus Griechenland ein billiges Urlaubsland zu machen? Nachdem in den letzten drei Jahren der schmerzhaften Sparsamkeit und Strukturreformen sich in Griechenland circa 3000 Menschen das Leben genommen haben, wird es bald keine fröhlichen Griechen mehr geben, sondern nur Kommunisten und Rechtsradikale der Nazi-Partei „Goldener Morgen“, und dann, Herr Starbatty, werden Sie sich in Griechenland nicht mehr so wohl fühlen.

Diese Podiumsdiskussion war leider ein Selbstdarstellung der Tübinger Professoren. Es wurde „gegen Griechenland rüde gepoltert“, wie das SCHWÄBISCHE TAGBLATT ganz richtig bemerkt hat. Die 400 interessierten Zuhörer wollten aber von den hochkarätigen Tübinger Wirtschafts-Professoren mehr über die Rettung der Gemeinschaftswährung und über die Zukunft Europas erfahren. Natürlich auch darüber, wer Schuld hat an der „Baustelle Griechenland“ und warum Griechenland auf der „Intensivstation“ liegt.

War drei Jahre lang die Medikation von der Troika und vor allem von Frau Merkel und Herrn Schäuble falsch oder sind nur die „faulen“ und „korrupten“ Griechen alleine schuld daran? Herr Stark hat behauptet: „Das neuere Griechenland seit 1930 zeigt eine ständige Neigung zur Insolvenz“. Das stimmt, aber für eine Insolvenz in Griechenland kenne ich die Ursache: Das war nach 1945, als das Nazi-Deutschland die Griechischen Banken ausgeraubt hat und Darlehen mit Unterschriften(!) bekommen hat, die noch nicht zurückbezahlt worden sind (. . .)

Dr. Nikolaus Mellios, Bühl

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04.12.2012, 12:00 Uhr

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