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Stuttgart

Bislang längster Feinstaubalarm in Stuttgart

Der aktuelle Feinstaubalarm in Stuttgart ist die bislang am längsten dauernde Alarmphase seit Beginn der Feinstaub-Warnungen im vergangenen Jahr.

26.01.2017
  • dpa/lsw

Stuttgart. «Die Dauer des aktuellen Feinstaubalarms ist außergewöhnlich hoch», sagte der Sprecher der Stadt Stuttgart, Sven Matis. Zuletzt gab es im November und Dezember des vergangenen Jahres zwei Alarmphasen, die für jeweils elf Tage galten. Der aktuelle Feinstaubalarm läuft seit dem 16. Januar 2017 und ging damit am Freitag in den zwölften Tag.

Der erste Feinstaubalarm bundesweit wurde am 18. Januar 2016 ausgelöst. Stuttgart setze als erste deutsche Großstadt beim Kampf gegen die hohe Belastung mit dem krebserregenden Feinstaub auf diesen Weg. Nirgendwo sonst gilt die Luft als so stark belastet wie hier. Der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wird - auch wegen der Talkessellage - regelmäßig überschritten.

Eine Entspannung der Lage wird nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu Beginn der neuen Woche erwartet. Mit milderen Temperaturen komme dann wechselhafteres Wetter in den Südwesten. Regen werde ab Montag oder Dienstag den Feinstaub aus der Luft waschen, sagte ein DWD-Meteorologe am Freitag in Stuttgart. Bis Sonntag bleibe der Feinstaubalarm aber wohl in jedem Fall noch bestehen. Der Alarm würde dann 14 Tage gedauert haben.

Die Feinstaub-Konzentration im Stuttgarter Talkessel bleibt unterdessen auf einem hohen Niveau. Am Donnerstag lag der vorläufige Tagesmittelwert am Neckartor mit 110 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft deutlich über dem nach EU-Recht zulässigen Grenzwert von 50 Mikrogramm. Das teilte die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) am Freitag mit. Im Vergleich zum Mittwoch sank die Konzentration aber wieder (140 Mikrogramm). Zu Beginn der Woche war am Neckartor eine besonders hohe Feinstaubkonzentration von 188 Mikrogramm gemessen worden.

Der Einzelhandel in Stuttgart ist wegen der vielen Feinstaubalarme besorgt. Viele Kunden seien verunsichert, ob sie bei Feinstaubalarm überhaupt in die Stadt fahren sollten, sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes. Mehrere Mitgliedsgeschäfte würden Sorgen von Kunden registrieren und Umsatzeinbußen verzeichnen. Genaue Zahlen dazu, die die Geschäfte auf den Feinstaubalarm zurückführen, gebe es laut Hagmann aber nicht.

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26.01.2017, 15:27 Uhr | geändert: 27.01.2017, 12:31 Uhr

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