Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Geld für Bedürftige

Bistum legt Finanzbericht für das Jahr 2014 vor

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat für 2014 den Jahresbericht über seine Finanzen und deren Verwendung vorgelegt. Dem Bericht zufolge wurde je die Hälfte der 2014 nicht ausgegebenen gut 730.000 Euro dem Franziskusfonds für sozial bedürftige Menschen und für die Weiterentwicklung der Klosteranlage in Weingarten zur Verfügung gestellt.

17.07.2015
  • rum

Rottenburg. Der unter dem Dach des Bistums verwaltete Franziskusfonds unterstützt neben Wohnungslosenhilfe auch Hilfsangebote von Kirchengemeinden und Caritasverband der Diözese. 2015 stehen ihm laut einer Pressemitteilung des Bischöflichen Ordinariats rund 900.000 Euro zur Verfügung. Ebenfalls gefördert wird die Einrichtung eines Cafés mit Außenbewirtschaftung beim Kloster Weingarten. Damit soll ein Ort für die Integration vor allem behinderter Menschen entstehen. Dazu kommen sollen eine Anlaufstelle für Pilger sowie ein Zentrum für Dekanat und Kirchengemeinde. Ziel ist die Stärkung der Klosteranlage Weingarten. Zum Konzept gehört, dass der bedeutende Kreuzgang des Kloster öffentlich zugänglich gemacht werden soll. Dafür wird er saniert und mit dem notwendigen Brandschutz ausgestattet.

Projekte und Einrichtungen, die mit Mitteln des Bistums finanziert werden, verfolgen dezidiert kirchliche Zwecke. Dazu zählen etwa die Hilfen für Mütter in Not oder sozial Bedürftige. Finanziert werden aus Bistumsmitteln auch kirchliche Internate, die Liturgie im Dom in Rottenburg und der Konkathedrale in Stuttgart. Ein Großteil der Mittel in Stiftungen und Zweckvermögen, ist pastoralen und karitativen Aufgaben gewidmet.

Der Bericht stellt die unter dem Dach des Bistums verwalteten Stiftungen vor. So engagiere sich die Stiftung „Mütter in Not“ mit einem Volumen von vier Millionen Euro für bessere Lebensbedingungen von Kindern und Familien. Die Stiftung „Marchtaler Internate“ mit einem Volumen von rund einer Million Euro diene der Förderung der vier Marchtaler Konvikte und Internate der Diözese.

Treuhänderisch verwaltet das Bistum auch die Mittel der kirchlichen „Veronika-Stiftung“ mit einem Volumen von 32 Millionen Euro. Deren Stiftungszweck ist die Förderung von Angeboten zur Linderung von Schmerz und Leid kranker, pflegebedürftiger und sterbender Menschen. Sie unterstützt Alten- und Pflegeheime, Hospize und Palliativstationen. Aktuell fördert die Veronika-Stiftung den (Um-)Bau eines Kinderhauses für dauerbeatmete Kinder.

Der Bistumshaushalt beträgt im langjährigen Schnitt drei bis fünf Prozent des Diözesanhaushalts. Er wird in erster Linie aus Erträgen von Stiftungen, Immobilien, Kapitalanlagen und Beteiligungen gespeist. Den Planansatz für den Bistumshaushalt 2015 mit Erträgen aus Finanzanlagen, Beteiligungen und Liegenschaften setzen die Fachleute des Ordinariats mit neun Millionen Euro an. Davon würden 4,1 Millionen Euro an Zinserträgen direkt an kirchliche Stiftungen und Zweckvermögen für pastorale, karitative und weitere kirchliche Aufgaben fließen. An Aufwendungen für Liegenschaften seien rund eine Million Euro vorgesehen, heißt es im Bericht. Davon fließt der größte Posten in die Sanierung der Sülchenkirche.

Für Zuschüsse sind 2,1 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen für die Deckung der Altersversorgung 1,2 Millionen Euro. Weitere 300.000 Euro sind für den Franziskusfonds sowie 100.000 Euro für die Gestaltung des Martinusjubiläum im kommenden Jahr vorgesehen. Für Personal-, Verwaltungs- und Geschäftsbedarf sind 600.000 Euro geplant. Erwartet wird ein Jahresüberschuss von 500.000 Euro.

Zur langfristigen Sicherung kirchlicher Aufgaben verfügt das Bistum laut Bericht über einen Geldgrundstock und nicht zweckgebundene Rücklagen in Höhe von 29,6 Millionen Euro. Als Rücklage für die Altersversorgung seien 41 Millionen Euro über viele Jahre überwiegend durch Gehaltsverzicht der Priester aufgebaut worden. Die Zinsen daraus würden in den Diözesanhaushalt für die Altersversorgung fließen. Im Vorwort zum Bericht betont Bischof Gebhard Fürst die Wichtigkeit von Transparenz darüber, welche Vorhaben das Bistum finanziell fördert. Auf Nachhaltigkeit angelegte kirchliche Aufgaben, schreibt Fürst, erforderten eine nachhaltige Finanzierung.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

17.07.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball