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Stuttgart

Blasmusik soll Akademie bekommen

Staatssekretärin Petra Olschowski signalisiert grünes Licht. Sie plant auch eine neue Kunstkonzeption.

07.10.2016
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart. Die Pläne für den Neubau seines „Musikzentrums Baden-Württemberg“ in Plochingen hatte der Landes-Blasmusikverband schon im Juli 2015 vorgestellt. Doch bisher wartet er auf eine Förderzusage vom Land. Seit gestern darf er hoffen. Kunststaatssekretärin Petra Olschowski signalisierte gestern in Stuttgart grünes Licht. Man werde das Projekt unterstützen, weil dahinter ein landesweites Konzept stecke, das der Profilierung der Amateurmusik in der Breite diene.

Verbandsgeschäftsführer Harald Eßig nannte auf Anfrage eine Bausumme von 15 bis 16 Millionen Euro. Vom Land, dem ein entsprechender Antrag vorliege, erwarte man 12 Millionen Euro. Den laufenden Betrieb werde der Verband, dem mehr als 100 000 aktive Mitglieder angehören, selbst finanzieren. Den letzten Zuschuss hatte der Verband im Jahr 1989 vom Land bekommen.

Olschowski überraschte mit der Ankündigung, dass in dieser Legislaturperiode erneut eine Kunstkonzeption für das Land erarbeitet werden solle. Die letzte unter dem Titel „Kultur 2020“ war unter dem Beifall aller vier Landtagsfraktionen vor sechs Jahren veröffentlicht worden. „Angesichts der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Beschleunigung, mit wir es in fast allen Lebensbereichen zu tun haben, wird deutlich: Die Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, sind andere als noch vor einigen Jahren“, begründete Olschowski das Vorhaben.

Ein zentrales Thema der kommenden Jahre werde auch für Kunst und Kultur die Digitalisierung sein. Das Rezeptionsverhalten habe sich durch Smartphones und anderes stark verändert. Digitalisierung könne „neue Türen aufstoßen“ in der Kunstvermittlung und ein neues Publikum erreichen. Das Land werde seine Kultureinrichtungen dabei unterstützen. Geplant seien etwa Strategieworkshops für die Landesmuseen mit dem Ziel spezifischer Digitalisierungsprojekte.

„Keine Luxusprojekte“

Mit Blick auf die großen Sanierungsvorhaben für die Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart stellte Olschowski fest: „Das sind keine Luxusprojekte.“ Vielmehr seien die „allermeisten“ Maßnahmen schon aus gesetzlichen Gründen (Brandschutz, Arbeitsschutz) unverzichtbar. „Wir würden den Betrieb von Oper und Ballett riskieren, wenn wir nicht handeln.“ Es gehe um Investionen in die Zukunft. Im Fall der Oper Stuttgart, wo zunächst mit einem Kostenvolumen von bis zu 400 Millionen Euro gerechnet wurde, würden die Verwaltungsratsmitglieder von Stadt und Land im Frühjahr 2017 einen konkreten Fahrplan erstellen. Unter anderem solle dann über die Interimsspielstätte entschieden werden.

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07.10.2016, 06:00 Uhr

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