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Lieder von Mord, Sehnsucht und Liebe

Bluegrass trifft Rockabilly: The Wilders aus den USA spielten franz. K

Cowboyhut, Lederhose und Banjo: Unverzichtbare Dinge für die vierköpfige Bluegrass-Band The Wilders aus den USA. Im franz. K sorgtensie für gute Stimmung.

16.10.2010
  • annett winkle

Reutlingen. Auf ihrer Tournee durch Deutschland, Dänemark, Schweiz, und Österreich performten The Wilders am Donnerstag vor rund 110 Country-Fans in Reutlingen. Zu hören waren Coversongs von Country-Legenden wie Hank Williams oder Johnny Cash, aber auch selbst geschriebene Stücke. Die Band aus Kansas begeisterte in Solos, Duetten oder auch im Quartett mit diversen Saiteninstrumenten und Gesang. Die Musiker blieben locker, erzählten Geschichten und Späße auf der Bühne. Einige Zuhörer tanzten.

Schon seit über zehn Jahren treten Betse Ellis (Geige und Gesang), Ike Sheldon (Gitarre und Gesang), Phil Wade (Banjo, Dobro, Mandoline, Gesang) und Nate Gawron (Kontrabass und Gesang) zusammen auf. Für ihren typischen Bluegrass-Klang (mit Rockabilly-Einschlag) sind Banjo, Fiddle und Dobro unverzichtbar. Dobro-Gitarren sind Resonatorgitarren, die oft im Sitzen gespielt werden oder auch mit den Saiten nach oben, vor dem Körper hängend. Schlaginstrumente werden bei der Bluegrass-Richtung, die ihre Wurzeln in der Country-Musik der 1940er-Jahre hat, vergeblich gesucht.

Betse Ellis hat eine klassische Geigenausbildung hinter sich und kam erst durch Mit-Musiker Phil Wade zur Country-Musik und somit zur Fiddle. Ike Sheldon hatte zwar schon immer eine heimliche Liebe zur Country-Musik, studierte aber klassischen Operngesang. Drei Jahre lang traten sie im Trio auf, bis 1999 Nate Gawron, erfahren in der Punk- und Rockmusik, hinzustieß.

Mittlerweile hat die Band fünf CDs veröffentlicht. Das aktuelle Album „Someone’s got to pay“ besteht ausschließlich aus eigenen Kompositionen. Bassist Nate Gawron war vor einiger Zeit in den USA als Jurymitglied eines Schwurgerichts tätig. Seine dortigen Erfahrungen hätten ihn dazu bewegt, Liedtexte zu schreiben, die nun unter anderem auf dem neuen Album veröffentlicht wurden, erzählt Rainer Zellner, der die Band seit etwa fünf Jahren als Manager begleitet. Oft handeln Gawrons Texte von Mord, Sehnsucht und Liebe.

Tourveranstalter und Manager Zellner lobte das franz. K: Der Saal habe eine angenehme Größe, und das Publikum sei sehr gemischt. Das sei ideal, um die Country-Musik auch einem Publikum näherzubringen, das bisher mit derartigen Klängen noch nicht in Berührung gekommen ist. Wer den Auftritt von „The Wilders“ verpasst hat, kann bereits am 3. Dezember das nächste Bluegrass-Konzert im franz. K erleben. Dann spielen Michael Cleveland and Flamekeeper. Sie gewannen heuer zum vierten Mal in Folge die Auszeichnung der internationalen Bluegrass-Musik, die im September in Nashville verliehen wurde.

Bluegrass trifft Rockabilly: The Wilders aus den USA spielten franz. K
Die „Cowboys“ Nate Gawron (links) und Ike Sheldon mit Frontfrau Betse Ellis. Bild: Haas

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16.10.2010, 12:00 Uhr

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