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Fußball

Boom, Boom, Bundesliga

Die 18 Erstligisten setzen so viel Geld um wie noch nie. Ein Ende des Aufschwungs ist nicht in Sicht.

27.01.2017
  • SID

Frankfurt. Die Drei-Milliarden-Schallmauer ist durchbrochen, die Kasse der Fußball-Bundesliga klingelt wie nie zuvor. In der Saison 2015/16 setzten die 18 Klubs 3,24 Milliarden Euro um und erzielten zum zwölften Mal in Folge einen Rekord. Das Plus gegenüber dem Vorjahr (2,62 Milliarden) betrug laut Zahlen der Deutschen Fußball Liga (DFL) sagenhafte 23,71 Prozent. „Das ist eine sehr positive Entwicklung“, sagte DFL-Boss Christian Seifert bei der Präsentation des Bundesliga-Reports.

Dabei ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. In zwei Jahren wird der neue TV-Vertrag zu Buche schlagen, er bringt dem Profifußball rund 1,5 Milliarden Euro pro Spielzeit ein.

Im Spieljahr 2015/16 machten 13 von 18 Bundesligisten einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es „nur“ neun Klubs gewesen. Drei deutsche Vereine (FC Bayern, Borussia Dortmund, FC Schalke 04) lagen unter den Top 20 in Europa. Dazu kommen acht englische, vier spanische, vier italienische und ein französischer Klub.

Vor Steuern verzeichneten die Bundesligisten 695 Millionen Euro Gewinn (455 Millionen im Vorjahr), alle Klubs schrieben schwarze Zahlen. Nach Steuern waren es noch 200 Millionen Euro – zwei Vereine erwirtschafteten allerdings ein Minus. Insgesamt zahlte der Profifußball 1,13 Milliarden Euro (980,9 Millionen im Vorjahr) an Steuern und Abgaben, 53 114 Arbeitsplätze lagen im Profibereich. Der Schnitt von 42 421 Zuschauern pro Partie war der höchste im Fußball weltweit.

Die Einnahmen der Bundesligisten beruhen in erster Linie auf fünf Säulen: Medien (933,3 Millionen Euro), Werbung (772,5 Millionen Euro), Transfers (532,6 Millionen Euro), Spiele (527,6 Millionen Euro) und Merchandising (201,8 Millionen). Der gesamte Rest belief sich auf 276,8 Millionen. „Das ist ein solides Geschäftsmodell“, sagte Seifert.

32,6 Prozent ihrer Gesamtausgaben gehen an Spieler und Trainer. Ein Bundesliga-Profi verdient im Schnitt knapp zwei Millionen Euro pro Jahr. „Das ist verdammt viel Geld. Aus Sicht des Durchschnittsverdieners ist es unfassbar viel“, sagte Seifert: „Alle, die in der Bundesliga spielen, müssen jeden Tag wem auch immer danken.“ sid

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27.01.2017, 06:00 Uhr

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