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Borat

Böse und urkomische Satire mit Sacha Baron Cohen als angeblicher Kasache auf Amerika-Tour.

Böse und urkomische Satire mit Sacha Baron Cohen als angeblicher Kasache auf Amerika-Tour.

BORAT
USA

Regie: Larry Charles
Mit: Sacha Baron Cohen, Peter Baynham, Anthony Hines, Dan Mazer

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
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Für den kasachischen Botschafter in Großbritannien ist Borat „ein Schwein von einem Mann“, der 16-jährige Tobias aus Reutlingen findet ihn „total klasse“, seine Mutter weiß nicht so recht: „Provozierend.“ An dem Film „Borat“ scheiden sich die Geister.

Borat ist antisemitisch, rückständig und frauenfeindlich, Sinti und Roma mag er auch nicht. Das Zentrum für Antiziganismus-Forschung sieht in „Borat – Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“ (so der übersetzte Originaltitel) gar einen „Brandanschlag auf die Demokratie und die Würde des Menschen“. Derweil wird das halbdokumentarische Werk, in dem der britische Komiker Sacha Baron Cohen (MTV-Guckern bekannt als HipHop-Proll Ali G.) in die Haut eines Reporters aus Kasachstan schlüpft, von Kritikern mit Lob überschüttet. Zu recht.

Seit einer Woche läuft der Streifen im Reutlinger Planie-Kino – im englischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln und „immer ausverkauft“, so Christos Haag. Und: „Bei der Vorführung herrscht jedesmal Bombenstimung.“ Das Publikum: Von 15 bis 55, insgesamt überraschend gesetzt, sogar Eltern mit ihrem Nachwuchs. „So was sieht man nicht oft im Kino“ – Tobias, 16, ist begeistert, die Mutter, 47, eher irritiert: „Einmal anschauen reicht.“ Gar nicht gelacht? „Doch, aber zwischendrin war’s nicht mehr lustig.“ Ihr Partner ergänzt: „Die Nacktszene war unnötig.“ Gemeint ist die Slapstick-Nummer im Hotel, in der Borat (nackt) mit seinem ebenfalls unbekleideten, dabei unappetitlich fetten „kasachischen Produzenten“ ringt. Nebenbei werden alle möglichen Sex-Positionen durchgehechelt – eine Selbst-Ohrfeige für den schwulenfeindlichen Kasachen. Doch gerade diese Szene fand Helene, 21, „voll witzig: Der hat sich doch selbst verarscht“.

Bei seiner Reise quer durch die USA begegnet Borat durchgeknallten Christen, die mit Engelszungen lallen, homophoben Landeiern und sexistischen Verbindungsstudenten – die allesamt ahnungslos sind, wem sie da so bereitwillig Auskunft geben. Mal fragt Borat einen Waffenhändler, welche Pistole „gut gegen Juden“ ist (der empfiehlt ihm eine Neun-Millimeter-Knarre), bei einem Südstaaten-Rodeo bekommt er tosenden Applaus für seine Ansage: „George Bush sollte nicht ruhen, ehe er vom Blut jedes einzelnen Irakers und auch dem ihrer Frauen und Kinder getrunken hat.“ Als der Hardcore-Antisemit Borat aus Versehen im Haus eines jüdischen Ehepaars übernachtet, wirft er Dollarscheine auf die Kakerlaken, die nachts unter seiner Tür erscheinen (das müssen diese Juden sein!) – und sucht dann panisch das Weite.

Nicht jedem im Kino gefiel das: „Makaber“ fand ein 21-Jähriger „die Diskriminierung von Minderheiten“. Dabei ist Cohens Botschaft eigentlich eindeutig, die Methode „Satire per Konfrontation“ so genial wie entlarvend: Als Kasache entlockt er seinen Gesprächspartnern ihre dumpfsten Vorurteile. Allein das macht den Film sehenswert. Zum Brüllen komisch ist er außerdem.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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07.02.2007

12:00 Uhr

Gr schrieb:

Geil!



06.02.2007

12:00 Uhr

Tod und Haaas der SGE schrieb:

Loool @ Sowjet-Junge... Da merkt man, wer von der Sonderschule kommt... Wie kannst du über den Film urteilen, wenn du ihn nicht mal gesehen hast? Idioten gibts... Erst schauen, dann denken und dann Maul aufmachen...
Dann würdest auch merken, worum es geht... Geh Scheisse stapeln



27.12.2006

12:00 Uhr

jimmy schrieb:

Während wie nach "Ali G" - Borat nervt.



27.12.2006

12:00 Uhr

Olivia Z. schrieb:

borat der film ist sehr zwiespälting den es kan in den händen eines kindes zum verstörten naziamokläufer werden!
aber eigentlich versucht dieser film zu zeigen, dass amerikanische kleinbürger total abhängig von der regierung ist. und das sie alles fressen was man ihnen vorsetzt und sich selber solche starken vorurteile über ausländer (dunkelhäutige...)
aber destotrotz ist der film wunderbar komisch dargestellt!
aber warum ich so eine schlechte kritik abgebe ist warum sind nur die schlechten seiten ovn kasachstan gezeigt den dieses land hat wunderbare und liebevolle bürger die sich durch diesen sehr angegriffen fühlen oder sich gar für ihr volk schämen!
dieser film ist sehr diskriminierend



26.12.2006

12:00 Uhr

cemoi schrieb:

na geht doch machts halt beser...*g*



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