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Hollande und Putin suchen Verbündete - Terroralarm in Brüssel verlängert

Breite Allianz gegen den IS

Die Furcht vor Terrorangriffen lähmt das Leben in Brüssel weiter. Frankreich geht mit diplomatischen und militärischen Mitteln gegen den IS vor.

24.11.2015
  • DPA/AFP

Belgien hat die höchste Terrorwarnstufe für die Hauptstadt Brüssel erneut verlängert. Das maximale Niveau werde bis kommenden Montag gelten, allerdings sollen Schulen und die U-Bahn bereits von Mittwoch an wieder öffnen. Dies solle nach und nach geschehen, teilte Premierminister Charles Michel nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates gestern Abend mit.

Unterdessen intensivierte Belgiens Polizei die Fahndung nach Verdächtigen und nahm bis gestern Abend 21 Menschen fest - darunter einen vierten Terrorverdächtigen, der bei den Anschlägen von Paris eine Rolle gespielt haben soll. Gegen ihn wurde Anklage erhoben.

Die französischen Streitkräfte flogen derweil im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wieder Lufteinsätze vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle" aus, hieß es unter Berufung auf Militärkreise. Das Schiff war nach den Anschlägen ins östliche Mittelmeer geschickt worden, um von dort aus den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zu unterstützen.

Frankreichs Präsident François Hollande und der britische Premier David Cameron berieten über ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS. Das Treffen war für Hollande der Auftakt zu einer Woche intensiver diplomatischer Bemühungen. Der Staatschef will eine breite internationale Koalition gegen die IS-Terrormiliz schmieden. Dazu besucht Hollande am heutigen Dienstag US-Präsident Barack Obama und am Donnerstag den russischen Staatschef Wladimir Putin. Cameron sagte Frankreich Unterstützung zu. Doch trotz zahlreicher Solidaritätsbekundungen nach den blutigen Anschlägen von Paris mit 130 Toten ist eine Gemeinschaftsfront gegen die Islamisten keineswegs ausgemacht.

Offen ist etwa, ob Russland sich der westlichen Allianz gegen den IS anschließt oder eigene Bündnisse schmiedet. Russlands Präsident Wladimir Putin weilte gestern im Iran. Der oberste iranische Führer Ali Chamenei sicherte ihm die uneingeschränkte Solidarität seines Landes beim Kampfeinsatz in Syrien gegen den IS zu. "Der Iran steht hinter der konstruktiven Politik Russlands in Syrien", sagte der Ajatollah. Wenn die Terroristen jetzt in Syrien nicht gestoppt würden, dann würden sie zu einer globalen Gefahr für alle, warnte Chamenei.

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24.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 24.11.2015, 06:01 Uhr

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