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Konjunktur

Brexit: Erster Schock verdaut

Die Wirtschaft innerhalb der Eurozone hält sich nach dem britischen Anti-EU-Votum recht gut.

02.11.2016
  • DPA

Luxemburg. Die ersten Tage und Stunden nach dem Brexit-Votum ließen nichts Gutes ahnen. Das britische Pfund rauschte nach dem Referendum zum EU-Austritt am 23. Juni in den Keller, Ökonomen sahen die wirtschaftliche Entwicklung des Vereinigten Königreichs sowie der übrigen europäischen Länder stark bedroht. Gut vier Monate später ist davon nur noch wenig zu spüren. Die Gefahr ist aber noch keinesfalls gebannt.

Laut ersten Schätzungen der Statistikbehörde Eurostat hat die Wirtschaft der Eurozone das Votum der Briten vorerst vergleichsweise gut verkraftet. Im ersten kompletten Quartal nach der Abstimmung blieb das Wirtschaftswachstum in den 19 Ländern des gemeinsamen Währungsgebiets im Vergleich zum Vorquartal konstant bei 0,3 Prozent.

„Europas Wirtschaft zieht ruhig ihre Bahnen“, kommentiert KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. „Unser Wirtschaftsraum ist stärker als viele denken. Mit dem Wachstumstempo können wir aber noch nicht zufrieden sein.“

Dabei hatte es vor dem Referendum noch laute Warnrufe gegeben. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, beschwor etwa in einem flammenden Appell die Vorteile eines Verbleibs in der EU. Sollte der Brexit kommen, sahen die Szenarien des IWF sogar einen Rückgang der britischen Wirtschaftsleistung 2017 vor. Ökonomen fürchteten zudem Ansteckungseffekte für die übrigen Länder in Europa durch eine Abschwächung der Wirtschaft im Königreich.

Zurzeit geht der Trend noch in eine andere Richtung. Mindestens genauso erstaunlich wie die Wachstumszahlen sind jüngst veröffentlichte Stimmungsindikatoren. Nach dem Referendum hatte sich die Stimmung bei den Unternehmen in der Eurozone noch merklich getrübt. Zuletzt stieg die Stimmung in der Eurozone auf den höchsten Stand seit Dezember 2015 – allen Unkenrufen zum Trotz. Ein Grund dafür ist wohl, dass nach dem Abstimmungsergebnis im Juni im Prinzip noch nicht viel passiert ist. dpa

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02.11.2016, 06:00 Uhr

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