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Technischer K.o. in der letzten Runde

Brockhaus vs. Wikipedia

Eine ganze Regalreihe füllen die Brockhaus-Bände bei uns zuhause. Sie sehen dabei ziemlich imposant aus. Und wahnsinnig kultiviert und gebildet.

18.09.2012
  • Catharina Schreiner, 17

Dabei fristen sie eigentlich ein recht trauriges Dasein, denn niemand von uns schaut rein oder schlägt etwas nach. Gar nicht. Nie. Schließlich gibt es Wikipedia. Den Alltagstest nicht bestanden! Es gibt an dieser Stelle der Fairness halber noch eine Chance für den Brocken: Kann er etwas, was Wiki nicht kann?

Oh ja! Seine Stärken: Beständigkeit und korrekte Definitionen. Nicht nur verströmt der alte Brockhaus angenehm vergilbten Bücherduft und liegt schwer in der Hand. Nein, das meiste, was drin steht, ist richtig – was man von Wikipedia manchmal nicht behaupten kann. Der Brockhaus ist solide und herrlich altmodisch, aber auch etwas schwerfällig. Modernere Phänomene und Trends ignoriert er beflissentlich. Begriffe wie „Couchsurfing“ oder „Graffiti“ kennt er nicht, dafür meint er, mir erklären zu müssen, was ein „Jugendpfarrer“ ist.

Werfen wir einen Blick auf die Skandalnudel unter den Enzyklopädien: Wikipedia. Mir ist es noch nie passiert, dass ich bewusst auf eine Fehlinformation gestoßen bin. Dafür ging es mir schon oft so, dass ich für irgendetwas mathematisches wie „Satz des Thales“ eine simple Erklärung haben wollte – und dann kommen da 28 Seiten geballtes Wissen in kryptischster Form, für Normalsterbliche völlig unverständlich. Wikipedia ist mir oft zu spezifisch und neunmalklug. Dafür kann es mir sagen, wie es bei meiner Lieblingsserie weitergeht oder mir erklären, wie Couchsurfing funktioniert – sprich die wirklich entscheidenden Dinge des Lebens.

Und wer gewinnt? Wikipedia! Das gedruckte Lexikon ist zwar wichtig, um die Universalität von Wissen zu garantieren, aber für die glorreiche Idee des geteilten gemeinsamen Wissens, die hinter Wikipedia steht, und als Anerkennung dafür, wie die Website sich etabliert hat, gibt es Platz Eins.

Brockhaus vs. Wikipedia

Brockhaus vs. Wikipedia

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18.09.2012, 12:00 Uhr

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