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Brothers Grimm

Wirres Märchen-Potpourri ohne roten Faden und doppelten Boden. Für Germanisten verboten.

Wirres Märchen-Potpourri ohne roten Faden und doppelten Boden. Für Germanisten verboten.

THE BROTHERS GRIMM
USA

Regie: Terry Gilliam
Mit: Matt Damon, Heath Ledger, Monica Bellucci, Peter Stormare, Lena Headey

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015
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Den Originaltitel lässt der Verleih unübersetzt, wohl damit sich ja nicht aus Versehen ein gelehrter Germanist ins Kino verirrt. Denn mit den „Brüdern“ Jacob und Wilhelm Grimm, den Sprachforschern und Märchensammlern, hat der Film von Terry Gilliam noch nicht einmal die Namen (hier heißen sie Will und Jake) gemeinsam. Wahr ist immerhin, dass sich die beiden Ende des 18. Jahrhunderts zwecks Feldforschung in hessischen Dörfer herumtrieben. Eher unwahr, dass sie die Hinterwäldler über den Tisch zogen, indem sie sich gegen Geld als Retter vor selbst inszeniertem Hokuspokus andienten.

Nun wird sich außer ein paar Bildungsbürgern kaum jemand aufregen, wenn ein so begnadeter Fantast wie Ex-Monty-Python Terry Gilliam („Brazil“, „12 Monkeys“) mit biografischen Bruchstücken, einigen Märchenmotiven und einem Faible für deutsche Mythenschätze (siehe „Münchhausen“) im Gepäck in sein ureigenes Fantasy-Universum düst. Allerdings verpufft der Trip diesmal schon im Ansatz. Hauptgrund ist das Drehbuch von Gruselspezialist Ehren Kruger („The Ring“), dessen Versuch, Dutzende von Handlungssplittern von „Rotkäppchen“ bis „Rapunzel“ zu einer neuen Geschichte zu verzurren, im gedanklichen Chaos endet.

Zwar hält Gilliam mit barocker Bildgewalt tapfer dagegen, doch ohne erzählerischen Boden unter den Füßen kommen seine imposanten visuellen Ausgeburten über die Wirkung einer Rummelplatz-Geisterbahn nicht hinaus. Und leider geht auf deren hektischem Zickzack-Kurs auch die einzige gute Idee über Bord, in den Märchen das Unterbewusstsein der Titelhelden zu spiegeln. Bleiben als kleine Pluspunkte Heath Ledger (Will) und Matt Damon (Jake), deren lässiges Spiel diese Grimm-Show wenigstens mit etwas Witz und (Selbst-)Ironie aufpeppt.

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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15.10.2006

12:00 Uhr

Bertha Zicklein schrieb:

Bäh!!! Hier stimme ich mit Eichinger überein. Dieser Film ist ein abstruses Machwerk. Langweilig, wirr - und ehrlich geasagt habe ich überhaupt nicht kapiert, was eigentlich die Handlung ist.



03.11.2005

12:00 Uhr

k schrieb:

netter, amüsanter aber doch etwas übertrieben absurder fantasystreifen, der sich in guter sleepy hollow manier selber (vielleicht das ein oder andere mal zu oft) auf die schippe nimmt. anspruchsloses aber unterhaltsames popcornkino.



22.10.2005

12:00 Uhr

blabla schrieb:

sooo schlecht… *kotz*



22.10.2005

12:00 Uhr

eddie schrieb:

Die Leistungen der Gebrüder Grimm für die deutsche Sprachkultur,vor allem aber für die Phantasiewelt aller Kinder dieser Welt ist von zu edler Natur,als dass ein solcher Streifen,auf dem Fliessband der Geist-,und Geschmackslosigkeit irgendeiner Produktionshalle Hollywoods produziert,diese Tatsache schmälern könnte.Dennoch ist es eine Schande,dass ein solcher Film,in dem Ikonen unserer Kulturgeschichte so im geistlosen Nichts versinken,im Heimatland der Gebrüder Grimm überhaupt gezeigt wird und damit für die gänzlich kapitalistische Orietierung und unpatriotische Einstellung unserer Gesellschaft spricht !



17.10.2005

12:00 Uhr

Boris Dollinger schrieb:

Was ist aus Terry Gilliam geworden? Faszinierte der Ex-Monty Python früher mit Filmen wie Brazil, 12 Monkey oder Fear and Loathing, so ist nun soweit heruntergekommen ein maues Ehren Krueger(der Mann der nach seinem gelungenen Kinodebut Arlington Road mit Scream 3 diese gelungene Filmreihe verhunzte, und zuletzt die schwachen Ring-Remakes und den mäßigen verbotenen Schlüssel schrieb)Skript zu verfilmen. Brothers Grimm leidet vor allem daran, dass er sich nicht entscheiden kann ob er Komödie oder ernsthafter Fantasyfilm sein will und äußerst uninspiriert und in beiden Genres wenig überzeugend hin- und herschwankt. Der kramphafte Versuch jedes nur erdenkliche Märchen in die Story zu quetschen, die sprunghafte und nicht nachvollziehbare Charakterentwicklung, sowie die blödsinnige Idee jede ernsthafte Szene mit einem dummen Spruch auflockern zu wollen machen dieses Machwerk nicht besser. Monica Bellucci wird ebenfalls nur als schmuckes, aber größtenteils unnützes Beiwerk eingesetzt.



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