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Laupheim/Stuttgart

Bruder von niedergestochener Frau ist Gefährder

Der Bruder der niedergestochenen 17 Jahre alten Frau in Laupheim ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Gefährder.

05.03.2018
  • dpa/lsw

Laupheim/Stuttgart. Das Landeskriminalamt und das Landesamt für Verfassungsschutz in Stuttgart haben sich dem Vernehmen nach bereits vor dem Mordversuch mit dem 20-Jährigen beschäftigt. Grund sind Anschlagspläne eines verurteilten Syrers in Dänemark.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte am Montag die Echtheit eines am Wochenende aufgetauchten Videos, das den Bruder der Jugendlichen während der Tat zeigen soll. Zu hören sind drohende Männerstimmen und eine wimmernde Frau. Nach der Tat sei der kurze Film als Drohung an einen neuen Bekannten der 17-Jährigen geschickt worden, hatte «Bild» berichtet. Zum Inhalt des Films wollte sich die Sprecherin der Anklagebehörde nicht äußern, da es ein Beweisstück in dem Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes ist.

Die aus Libyen stammende Jugendliche war am Dienstag - einen Tag nach der Entlassung ihres Bruders aus der Untersuchungshaft - mit einem Messerstich in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt worden. Ihr Ehemann nach islamischem Recht und der Bruder wurden festgenommen.

Die beiden Männer flohen laut Angaben der Polizei nach der Tat und wurden am Mittwoch in einem Zug am Bahnhof Schweinfurt festgenommen. Der 34 Jahre alte Ehemann und der Bruder der Schwerverletzten sind dringend tatverdächtig. Sie sitzen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Der Bruder des Opfers räumte seine Beteiligung an der Tat ein.

Gegen den Bruder läuft derzeit ein Verfahren wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Da kein dringender Tatverdacht bestand, hatte ihn das Amtsgericht Biberach wenige Stunden vor dem Angriff auf die Schwester auf freien Fuß gesetzt.

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05.03.2018, 14:24 Uhr | geändert: 05.03.2018, 13:10 Uhr

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