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Die Belastungen werden steigen

Bürgermeister Hölsch stimmt Bürger/innen auf höhere Gebühren ein

Über 100 Bürger/innen kamen am Montagabend zur Bürgerversammlung. Bürgermeister Thomas Hölsch stimmte sie auf unruhige Zeiten ein.

10.02.2010
  • Ulrich Eisele

Dußlingen. Ausführlich erklärte der Dußlinger Schultes die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Gemeindehaushalt. Kritisch äußerte er sich zur „Rekordverschuldung“ und geplanten „Steuergeschenken“ der Bundesregierung. Dies führe unterm Strich dazu, dass die Kommunen weniger Geld für ihre Aufgaben zur Verfügung hätten.

Hölsch stellte die rhetorische Frage, ob sich die Gemeinde angesichts absehbarer Steuereinbrüche nicht die eine oder andere Investition hätte sparen sollen. Und verneinte dies: Aussegnungshalle, Kindergarten Geigesried, Erweiterung der Anne-Frank-Schule, Rathaus-Neubau und Umnutzung des Alten Rathauses, energetische Sanierung des Schulhauses und Bücherei-/Mediothek-Neubau seien „rentierliche Investitionen“, zusammen 10 Millionen Euro, alles ohne Schuldenaufnahme. Weil eine modernen Infrastruktur auch Kosten spare, stehe Dußlingen in der Krise noch recht gut da.

Aber für die nächsten Jahren müsse der Gemeinderat entscheiden, ob und in welchem Maße Freiwilligkeitsleistungen noch erledigt werden. Nicht drum herum komme man, einen Teil der Kosten für den Umbau des Kanalnetzes beim Ausbau der B 27 auf die Gebühren umzulegen. Mit rund vier Millionen Euro wird derzeit gerechnet, umgelegt auf die Abwasserkosten wären das rund 36 Cent mehr pro Kubikmeter. Auch Strom-, Gas- und Wassergebühren werden laut Hölsch in den nächsten Jahren steigen.

Gedanken machte sich der Schultes auch über eine moderate Erhöhung der Grundsteuer. Dußlingen liege näher als mancher Stadtteil an Tübingen, habe vielleicht sogar eine bessere Infrastruktur. In der Uni-Stadt werde indes eine um rund die Hälfte höhere Grundsteuer erhoben.

Turnhalle und Lehrschwimmbecken will die Gemeinde bis auf weiteres unterhalten, antwortete Hölsch auf eine Frage aus dem Publikum. Seiner Ansicht nach muss die Gemeinde über kurz oder lang eine neue Mehrzweckhalle bauen (auch wegen der kulturtreibenden Vereine). Doch die dafür notwendigen fünf bis sechs Millionen Euro Baukosten seien den nächsten paar Jahren nicht finanzierbar.

Ein Schwimmbad könne die Gemeinde schon gar nicht alleine planen. Im Gemeindeverwaltungsverband sei man sich einig, ein gemeinsames neues Schwimmbad auf dem Höhnisch, gegenüber dem Schulzentrum, zu bauen. Aber auch dies sei kurz- und mittelfristig nicht umsetzbar.

Sorge äußerte ein Frager, ob man sich aus Dußlingen nach Beginn der Bauarbeiten noch auf die B 27 einfädeln kann. Schon jetzt betrage die Wartezeit im Berufsverkehr drei bis fünf Minuten. Hölsch räumte ein, dass es nicht ohne Belastungen abgehen werde. Am 8. März sollen die Bauarbeiten für den Düker im Bereich der Kreuzung B 27/Wilhelm-Herter-Straße beginnen, zwei Wochen später die an der Tübinger und Bundachstraße. Von da an werden Verkehrsprobleme auftreten.

Info

Am Donnerstag, 11. Februar, erläutert der Leiter der B 27-Baustelle Edwin Kuhn in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung um 19 Uhr den geplanten Ablauf der Bauarbeiten und die Verkehrsregelung während dieser Zeit.

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10.02.2010, 12:00 Uhr

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