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Spatzennest auf dem Einsiedel

Bürgermeister-Kandidaten an ihren drei Lieblingsorten (2): Christine Falkenberg

Christine Falkenberg will ein Leitbild für die Verwaltung, ein Spatzennest auf dem Einsiedel und die Schule zur „Chefsache“ machen. Diese Ideen stellte die Bürgermeister-Kandidatin an ihren drei Lieblingsorten in Kirchentellinsfurt vor.

29.08.2014
  • Manfred Hantke

Kirchentellinsfurt. Station 1 auf der Tour durch Kirchentellinsfurt ist der Schulhof der Graf-Eberhard-Schule (GES). Er zählt zu den drei Lieblingsorten der unabhängigen Bürgermeister-Kandidatin Christine Falkenberg, weil ihr „die Schule am Herzen liegt“, sagt sie. Als Hauptamtsleiterin in Kusterdingen hat sie an der Schulentwicklung auf den Härten mitgewirkt, war beteiligt am Aufbau der Filiale des Mössinger Firstwald-Gymnasiums .

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt | Christine Falkenberg

Das TAGBLATT traf die bisherigen drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt und interviewte sie an ihren drei Lieblingsplätzen im Ort. Im Video begibt sich Christine Falkenberg an die Graf-Eberhard-Schule, zum Schloss Einsiedel und zum Martinshaus.

© Video: Luis Keppler 03:40 min

So will sie die GES, im kommenden Schuljahr Gemeinschaftsschule, auf dem Weg zur Ganztagsschule „mitgestalten“. „Bildung ist Chefsache“, sagt die 50-Jährige. Das heißt aber nicht, zu sagen, wo’s lang geht, sondern die Ideen der Landesregierung „ganz eng mit der Schulleitung zu begleiten“ und zu schauen, was von „der Ideenvielfalt“ in Stuttgart nach Kirchentellinsfurt passe.

Bei der geplanten Mensa hofft Falkenberg, auch noch eigene Ideen einbringen zu können. Dass weitere finanzielle Investitionen neben der millionenschweren Grundschulsanierung und dem Mensaneubau notwendig werden könnten, sei durchaus möglich, die Schule brauche auch Aufenthaltsräume. Außerdem habe der Schulträger Verantwortung und müsse das „Rahmenprogramm gestalten“.

Einen „Rahmen“ kann sich die Kandidatin auch für die Verwaltung vorstellen. Ein „Leitbild“ schwebt ihr vor, ein „Maßstab“, an den sich die Verwaltung halten soll, etwa bei der Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit den Gremien. So will die Kandidatin die Bürger bei anstehenden Projekten früher informieren und beteiligen, hören, was sie zu sagen haben. „Es scheint, als ob die Bürgerbeteiligung nicht den Stellenwert hat, den sie haben könnte“, sagt sie und verweist auch auf einen „Mitbewerber“ (sie meint Markus Appenzeller), der das ähnlich sehe.

Wie Appenzeller führt auch Falkenberg das TAGBLATT zum Martinshaus, einem weiteren Lieblingsort. Das sei ihr wichtig, weil Menschen hier „eine gute Pflege erfahren, ihr Altsein in einem behüteten und beschützten Umfeld leben dürfen und können“. Die gute Zusammenarbeit des Freundeskreises mit dem Martinshauspersonal sei ein Vorbild für ganz Kirchentellinsfurt.

Bürgermeister-Kandidaten an ihren drei Lieblingsorten (2): Christine Falkenberg
Den Ball würde Christine Falkenberg auch gerne über die Gemeindegrenzen hinweg spielen: Die Bürgermeister-Kandidatin kann sich gut eine sechswöchige Spatzennest-Sommerfreizeit für Kinder und Jugendliche zusammen mit Kusterdingen und Wannweil hier oben auf dem Einsiedel vorstellen. Bild: Hantke

Ja, die Vereine. Über 50 gebe es in Kirchentellinsfurt, so die Kandidatin. Von ihrer Vielfalt und Buntheit ist sie ganz angetan: „Das bedeutet, dass die Leute hier sehr aktiv sind“. Ihnen verspricht sie ihre Unterstützung, sollte sie am 28. September als Nachfolgerin des aus Altersgründen scheidenden Bürgermeisters Bernhard Knauss gewählt werden. Beim Albverein war sie schon, hat sich dort vorgestellt. Weil der große Nachwuchssorgen habe, wünscht sie ihm „viele junge Mitglieder, er „muss am Leben bleiben“, er sei „unglaublich wichtig“.

Auch mit den Ideen des neu gegründeten Zehntscheuer-Vereins will sich Falkenberg befassen. Ob der Verein aber die Zehntscheuer am Rathausplatz für seine Veranstaltungen bekommt, wie er es sich wünscht (wir berichteten mehrfach) oder er ein anderes Gebäude erhalte, werde man sehen. Falkenberg: „Ich sage heute nicht, sie haben meine Unterstützung, aber meine Aufmerksamkeit und mein Interesse.“

Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Einsiedel, ihrem dritten Lieblingsort. Sie liebe diese Weite hier oben, hier könne sie nachdenken, über den Tellerrand blicken, hier kommen ihr „gute Ideen“. Wie jene, die Tübinger Sommerferienfreizeit „Spatzennest“ auf den Einsiedel zu übertragen. Ob’s der Name sein muss, sei dahingestellt.

Ein idealer Ort, findet Falkenberg. Sie sieht schon reichlich Zelte hier oben stehen, bis zu 350 Kinder und Jugendliche aus Kirchentellinsfurt und den Nachbargemeinden könnten hier im Sommer eine unbeschwerte Ferienzeit genießen, morgens mit Bussen gebracht, abends wieder abgeholt werden.

Zusammen mit Kusterdingen und Wannweil, deren engagierten CVJM-lern und weiteren Betreuern könne man „sechs Wochen lang was auf die Beine stellen“. Würde sich eine Initiative auf diesen Weg machen, sie hätte ihre volle Unterstützung.

Christine Falkenberg wurde 1964 in Aalen geboren. Nach ihrem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Jugendarbeit studierte sie evangelische Theologie in Berlin und Tübingen, schloss als Diplom-Theologin ab. Anschließend absolvierte sie ihr Studium als Diplom-Verwaltungswirtin an der Fachhochschule Ludwigsburg. Seit 2001 arbeitet Falkenberg in der Gemeinde Kusterdingen, seit 2007 ist sie Hauptamtsleiterin. Ihr 24-jähriger Sohn studiert in Heidelberg Germanistik und Anglistik für das Lehramt. Seit zehn Jahren lebt sie mit ihrem Lebensgefährten Hans-Erich Messner zusammen, dem Ersten Landesbeamten im Tübinger Landratsamt. Interessenkonflikte gebe es dadurch nicht, stellt sie auf ihrer Homepage klar.
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29.08.2014, 12:00 Uhr

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