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Bürger feiern neue Ortsmitte

Bürgermeister aus Illmitz leistet Kirchentellinsfurter Schultes Amtshilfe beim Fassanstich

Das 19. Dorfstraßenfest geriet zur großen Einweihungsfete für Rathausplatz und Rathausanbau: Hunderte von Kirchentellinsfurtern feierten mit ihrer Verwaltungsspitze und prominenten Gästen auch aus der österreichischen Partnergemeinde am Samstag und Sonntag die neu gestaltete Ortsmitte.

21.07.2014
  • Matthias Reichert, Ernst Bauer

Kirchentellinsfurt. Das traditionelle Kirchentellinsfurter Dorfstraßenfest stand am Wochenende ganz im Zeichen des am Freitag eröffneten Rathaus-Neubaus (wir haben berichtet). Bei hochsommerlichen Temperaturen feierten Dorfbewohner und Gäste am Samstag bis in die Nacht. Die österreichische Partnergemeinde Illmitz war mit einer Delegation dabei, angeführt von Bürgermeister Alois Wegleitner. Der leistete dem scheidenden Kirchentellinsfurter Schultes Bernhard Knauss gleich Amtshilfe beim Fassanstich, als dieser den Zapfen nicht in den Spund brachte.

Bürgermeister aus Illmitz leistet Kirchentellinsfurter Schultes Amtshilfe beim Fassanstich
Mit partnerschaftlicher Amtshilfe hat‘s dann doch noch hingehauen: Bürgermeister Bernhard Knauss beim Fassanstich zum Dorfstraßenfest.Bild: Faden

Die Bürgermeisterkandidaten Markus Appenzeller, Christine Falkenberg und Marcus Holder begaben sich auf Stimmenfang. Währenddessen spielten auf der Bühne die Schülerband Rockblokk und die Nachwuchs-Liedermacherin Hanna Herrlich auf.

Der Sonntag begann dann mit einem Freiluft-Gottesdienst auf dem Marktplatz: Hunderte saßen auf den Bänken unter schattigen Bäumen; der Posaunenchor spielte auf. Dann füllten sich die Stände beim Dorfstraßenfest zusehends. Viele Bürger/innen nutzten die Gelegenheit, den neu eröffneten Rathaus-Anbau zu besichtigen.

Die Wände schmücken, wie berichtet, Bilder des Kirchentellinsfurter Künstler-Ehepaares Elisabet und Günter Hildebrand. Ein Blickfang sind beispielsweise die sehr konkreten, ausgemergelten „Nachkriegs-Kinder“ von Elisabet Hildebrand gleich im Erdgeschoss. Die Rathaus-Mitarbeiter/innen stellten ihre neuen Büros vor, besonders rege frequentiert war natürlich der neue Ratssaal.

Nun spielte draußen der Musikverein: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Keine Frage, an diesem Wochenende – und das Wetter hielt zumindest bis zum Abend. Auch die Volksbank gegenüber öffnete am Sonntag ihre Türen. Und die Wehr lud Kinder zu Rundfahrten im roten Feuerwehrauto ein.

Wen der Hunger plagte, der hatte reichlich Auswahl: Kuchen, Würste, Wilde Kartoffeln, mediterrane Vorspeisen, Forellen, Crêpes. Schon am Mittag säumten hunderte Bürgerinnen und Bürger die Straßen. Die Narrenzunft „Ranzenpuffer“ stellte auf großen Bannern die Sage ihres Namenpatrons vor. Und veranstaltete für die jüngeren Festbesucher auch gleich ein Kinderschminken. Wahlweise gab es einen mit Strohballen abgesteckten Buggy-Parcours für die Kleinen. Veranstaltet von der Kindergruppe, die heuer ihr 30-jähriges Bestehen feiert.

Beim Festakt am Freitagnachmittag hatte der Reutlinger Architekt und Stadtplaner Wolfgang Riehle von „zwei Meilensteinen für die Neugestaltung der guten Stube von Kirchentellinsfurt“ gesprochen – zwei Projekten, „die sich gegenseitig ergänzen und stärken“: neuem Rathausplatz und Rathaus-Erweiterung. Vor genau fünf Jahren habe mit dem Architektenwettbewerb das ehrgeizige Vorhaben begonnen, dieses Ensemble zu einer Einheit zu verschmelzen. Das Rathaus werde nun auch zum Haus der Bürger, mit dem zum Eingang hin offenen Bürgerbüro. Der historische Rathausbau stehe aber weiter im Mittelpunkt. Und der Rathausplatz von Kirchentellinsfurt sei jetzt „ein wunderbar gefasster Raum“.

Im neuen Bürgerbüro des Kirchentellinsfurter Rathauses liegt kostenlos eine Broschüre aus, die von der Gemeinde zur Rathaus-Erweiterung und Neugestaltung des Rathausplatzes herausgebracht wurde. In der 20-seitigen Dokumentation mit vielen farbigen Fotos und Grundrissen ist neben der Baugeschichte – beginnend beim Architektenwettbewerb 2009 – auch die planerische, städtebauliche Konzeption skizziert. Der bisher abschüssige Rathausplatz wurde in drei Höhenniveaus mit speziellen Funktionen unterteilt, heißt es da etwa: Die unterste Ebene dient dem Zugang und Durchgang. Die großdimensionierte mittlere Ebene ist multifunktional nutzbar – wie jetzt zum Eröffnungsfest. Die oberste Ebene dient als Terrasse mit Bewirtschaftungsmöglichkeit vor den Ladengeschäften. Platzprägend sind der Marktbrunnen als blaues Element und die Linde als grünes – auf weitere Elemente wurde „bewusst verzichtet“. Auch auf die Autos, die davor standen.

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21.07.2014, 12:00 Uhr

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