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Tiefbauamt will prüfen

Bürgersteig-Falle für Rollstuhlfahrer soll entschärft werden

Rollstuhlfahrer, die die Schadenweiler Straße auf dem rechten Gehweg bergab fahren, sitzen an der Einmündung der Erasmusstraße plötzlich in der Falle. Die Stadt will jetzt überprüfen, wie der Bordstein abgesenkt werden könnte.

20.06.2014
  • Hete Henning

Rottenburg. Der Gehweg an der Schadenweiler Straße führt einige Meter weit um die Kurve in die Erasmusstraße hinein und hört dann an einer schmalen Betonschwelle abrupt auf (das TAGBLATT berichtete). Der gleich dahinter stehende Pfosten mit einer Grundfläche von etwa 40 mal 40 Zentimetern befindet sich bereits auf einem Privatgrundstück. Dieses reicht wie auch die Nachbargrundstücke direkt an die Fahrbahn der Erasmusstraße heran, die dort nur auf der Seite gegenüber einen Bürgersteig hat.

Sie hätten den Pfosten nicht mit Absicht dort hingestellt, um Behinderte zu ärgern, betonten die Eigentümer des Eckgrundstücks, die dort 1983 gebaut haben. Der Pfosten gehöre vielmehr zu einer Reihe von drei gleichartigen Zaunpfosten, die ihr Grundstück zur Erasmusstraße hin abgrenzen. Beschwert habe sich in 31 Jahren noch niemand darüber.

Eigentümerin des Gehwegs und damit zuständig für dessen barrierefreie Gestaltung ist die Stadt Rottenburg. „Das gucken wir uns mal an“, versprach Oberbürgermeister Stephan Neher gestern gegenüber dem TAGBLATT. Wenn es technisch möglich ist, die Bordsteine links und rechts der Einmündung der Erasmusstraße in die Schadenweiler Straße einfach abzufräsen, sei diese Barriere für Rollstuhlfahrer vermutlich schnell entfernt. Falls jedoch umfangreichere und teurere Arbeiten nötig seien, um den Bordstein abzusenken, könne es etwas dauern, so der OB.

Das Tiefbauamt werde die Sache prüfen, kündigte gestern auch dessen stellvertretender Leiter Jürgen Klein an; das könne aber frühestens kommende Woche geschehen. Zu einfach dürfe man sich die Absenkung eines Bordsteins jedoch nicht vorstellen, sagte Klein. So müsse beispielsweise darauf geachtet werden, dass kein zu starkes Gefälle entsteht.

„Wir sind froh über jeden Hinweis, den wir kriegen“, sagte Neher. So werde sich der Gemeinderat nach der Sommerpause mit dem 30-seitigen „Handlungskonzept für eine barrierefreie Stadt“ beschäftigen, das Björn Vissering, Tatjana Teufel und Renate Wurster im Mai eingereicht hatten.

Bürgersteig-Falle für Rollstuhlfahrer soll entschärft werden
Für Rollstuhlfahrer, die auf dem rechten Fußweg die Schadenweiler Straße bergab fahren, geht es an der Einmündung der Erasmusstraße nicht weiter. Der Bürgersteig ist nicht abgesenkt und hört abrupt auf. Der Pfosten am Rande der rot gepflasterten Garageneinfahrt steht schon auf privatem Grund. Bild: Henning

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20.06.2014, 12:00 Uhr

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