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Ein Schulleiter schickte die Polizei, weil eine Schülerin früher in die Ferien ging

Bunte Facetten

Ein Schulleiter schickte die Polizei, weil eine Schülerin früher in die Ferien ging.

31.07.2012

Für Ehrlichkeit die Höchststrafe! Hätten die Eltern das Mädchen krankgemeldet, wäre nichts passiert. Unter Mitmenschen wie dem Gomaringer Rektor kann man Probleme nur lösen, wenn man schon kleinen Kindern systematisch das Lügen beibringt. Dass ein Schulrektor lediglich zur Durchsetzung einer Ordnungswidrigkeit, deren Sachverhalt auch ohne den Polizeieinsatz klar war, den Aufenthalt eines siebenjährigen Mädchens von der Polizei überprüfen lässt, übersteigt meine bisherige Vorstellungskraft, was alles möglich ist.

Frage Verhältnismäßigkeit? Die eventuell personenbezogenen Ermittlungen des Rektors im Reisebüro – Datenschutzbestimmungen – wären zumindest so fragwürdiger wie das Verhalten der Eltern. Ich habe größten Respekt vor allen Rektoren, die dieses alljährliche große Problem mit Toleranz, Augenmaß und Diplomatie unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit und Ausschöpfen des eigenen Ermessen elegant lösen.

Sehr geehrter Herr Allgaier, das Leben ist nicht schwarz oder weiß, es hat, Gott sei Dank, hier in Deutschland vielerlei bunte Facetten. Würden Sie mit dem selben Nachdruck beim Kultusministerium remonstrieren und Verbesserungsvorschläge zur Beseitigung dieses grundsätzlichen landesweiten, Problems einreichen – aber bitte ohne Einschalten der Polizei –, würden Sie Ihrer Rolle als Rektor mehr gerecht.

Peter Häussler, Tübingen

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Erstellt:
31. Juli 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
31. Juli 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2012, 12:00 Uhr

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