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Busverkehr wird massiv ausgebaut
In der Region fahren bald deutlich mehr Busse. Foto: Martin Kalb
ÖPNV in Stuttgart

Busverkehr wird massiv ausgebaut

In der Region kommen jährlich 80 000 Fahrten hinzu. S-Bahn-Stationen sollen so besser angebunden werden.

13.10.2016
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Als Teil des ÖPNV-Pakts werden die Busverkehre in den Verbundlandkreisen des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VRS) massiv ausgebaut. Bis Ende 2019 sind in den Kreisen Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen und Rems-Murr insgesamt 50 sogenannte Linienbündel zu vergeben, bei 24 davon wird es zusätzliche Fahrten geben, kündigte der Ludwigsburger Landrat Rainer Haas stellvertretend für seine Amtskollegen an. 80 000 zusätzliche Fahrten pro Jahr seien geplant, das entspreche 774 000 Kilometern. „Damit käme man einmal zum Mond und zurück“, sagte Haas, um die Dimensionen deutlich zu machen.

Die Zusatzleistungen wurden im 2014 geschlossenen Pakt vereinbart, um bessere Anschlussmöglichkeiten an die S-Bahn-Stationen in der Region zu schaffen. Erklärtes Ziel des Pakts ist es, die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen bis 2025 um 20 Prozent zu steigern, um den Stuttgarter Luft- und Verkehrsproblemen Herr zu werden. Erreicht werden soll das über ein Maßnahmenbündel – von Expressbussen und Metropolzügen über ein modernisiertes und zentralisiertes Park&Ride-System bis hin zum Ausbau von Bahnhöfen zu Mobilitätspunkten. Partner des Pakts sind das Land, der Verband Region Stuttgart (VRS), die Stadt und die VVS-Verbundlandkreise.

Jeder Euro gut angelegt

Der Ausbau koste freilich Geld, so Haas weiter. Nach den bisherigen Kooperationsverträgen der Verkehrsunternehmen in den Landkreisen beliefen sich die Kosten des ÖPNV-Angebots auf rund 130 Millionen Euro pro Jahr. Wie viel künftig unterm Strich steht, hängt indes von den Wettbewerbsverfahren in den kommenden drei Jahren ab. So oder so: Führe das Mehrangebot zum Erfolg, dann sei jeder Euro gut angelegt, sagte Haas.

Ein Satz, der dem Landrat zufolge auch für die Einführung des 15-Minuten-Takts bei der S-Bahn gilt, der jüngst von der Regionalversammlung des VRS beschlossen wurde. Die Landräte der Verbundlandkreise hatten die Entscheidung kritisiert und einen Aufschub gefordert. Sie seien dazu nicht gehört worden, obwohl die Kreise an den Kosten beteiligt würden. Mittlerweile hat sich die Lage zum VRS offenbar entspannt. Auf die Frage, ob man sich in der Frage aufeinander zubewegt habe, sagte Haas: „Ich sehe das so, ja!“ dl

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13.10.2016, 06:00 Uhr

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