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CDU-Frauen wollen Hälfte der Ministerposten
"Nagelprobe" für Parteichef Strobl: Frauenunions-Chefin Ingeborg Gräßle. Foto: dpa

CDU-Frauen wollen Hälfte der Ministerposten

Taten statt Worte: Im künftigen Kabinett fordert die Frauenunion die Hälfte der Ministerposten. Das setzt Parteichef Strobl unter Druck.

14.04.2016
  • DPA/WIE

Stuttgart. Die baden-württembergische Frauenunion pocht mit Blick auf die grün-schwarzen Koalitionsverhandlungen darauf, dass die CDU-Kabinettsposten zur Hälfte mit Frauen besetzt werden. "Das ist eine Nagelprobe für den Reformer Thomas Strobl", sagte Landeschefin Inge Gräßle. "Damit würde er zeigen, dass es der CDU ernst ist mit der Forderung nach Einhalten von Wahlkampfversprechen", sagte die Vorsitzende der Frauenunion im Land. CDU-Landeschef Strobl ist Chefunterhändler der CDU bei den Koalitionsgesprächen und hat - mit Rückendeckung von Partei und Fraktion - angekündigt, im Falle einer Koalition mit den Grünen Vize-Regierungschef werden zu wollen.

CDU-Fraktionschef Guido Wolf hatte schon während seiner Bewerbung um die Spitzenkandidatur in der CDU 2014 zugesagt, im Falle eines Wahlsiegs etwa die Hälfte des Kabinetts mit Frauen zu besetzen. Sein damals unterlegener Konkurrent Strobl hatte sich nicht festgelegt. Gestern sagte er dazu: "Wir sprechen in den Koalitionsverhandlungen zunächst über Inhalte und dann erst über Posten und Personen." Das Projekt "Frauen im Fokus" sei ihm aber weiterhin wichtig.

In der neuen CDU-Fraktion sind unter 42 Mitgliedern sieben Frauen, darunter vier erstmals in den Landtag Gewählte. Als ministrabel gelten die frühere Agrarstaatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch aus dem Wahlkreis Eppingen und die Geislinger Verkehrsexpertin Nicole Razavi. Wählerwanderungsanalysen haben ergeben, dass die CDU bei der Landtagswahl gegenüber 2011 fast ein Fünftel der Wählerinnen über 60 Jahre verloren hat.

Der Landesfrauenrat hat unterdessen eine Kampagne in den sozialen Medien gestartet. "Es ist nicht zeitgemäß, wenn nicht automatisch 50 Prozent der Posten in einer Landesregierung mit Frauen besetzt sind", sagte Verbandschefin Manuela Rukavina.

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14.04.2016, 06:00 Uhr

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