ÖPNV

Die CDU will Zugfahrer entschädigen

Christdemokraten fordern Verkehrsminister Hermann nach Problemen beim Fahrplanwechsel zum Handeln auf.

19.12.2019

Von rol

Stuttgart. Nach den Problemen im Bahnverkehr beim jüngsten Fahrplanwechsel fordert die CDU Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) auf, für Entschädigungen der von Verspätungen und Ausfällen betroffenen Fahrgäste zu sorgen. „Primäres Ziel muss weiterhin sein, die Qualität in den Griff zu bekommen. Hierzu erwarten wir vom Verkehrsminister noch stärkeres Engagement“, sagte der Verkehrsexperte der CDU-Fraktion, Thomas Dörflinger, dieser Zeitung. Bis dahin, dürfe das Land die Leidtragenden aber nicht im Regen stehen lassen. „Wir müssen daher die Fahrgäste entschädigen.“

Das Land kassiere zum einen Strafzahlungen der Verkehrsunternehmen für verspätete oder ausgefallene Züge. Zudem müsse es für ausgefallene Züge kein Entgelt zahlen. Diese Gelder investiere man bisher in kleine infrastrukturelle Verbesserungen. „Wir haben jetzt aber eine andere Situation, und es kann nicht sein, dass das Land als Aufgabenträger von schlechter Qualität profitiert. Wir erwarten vom Verkehrsministerium, den Fahrgästen, insbesondere den Inhabern von Zeitkarten, einen angemessenen Teil des Ticketpreises zurückzuerstatten, wenn Züge ausfallen oder verspätet sind“, forderte Dörflinger.

Hermann hat für Januar Gespräche darüber angekündigt, ob Bahnpendler über die Ansprüche hinaus, die ihnen durch die Fahrgastrechte zustehen, entschädigt werden. Das solle der Verursacher lösen, schob er die Verantwortung aber weg vom Land.

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Erstellt:
19.12.2019, 06:00 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 19.12.2019, 06:00 Uhr

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