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CSU wartet auf Seehofers Erklärung
Horst Seehofer gibt noch den Unschlüssigen. Foto: dpa
Bayern

CSU wartet auf Seehofers Erklärung

Macht er weiter? Der Parteichef will sich am Montag äußern. Bei einem Geheimtreffen soll er schon „Ja“ gesagt haben.

21.04.2017
  • DPA

München. Am Montag will CSU-Chef Horst Seehofer verkünden, ob er entgegen seiner früheren Ankündigung seine politische Laufbahn auch über 2018 hinaus weiterführen will. Bei einem Geheimtreffen soll er seine Bereitschaft für eine erneute Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2018 allerdings schon erklärt haben. Der Parteivorsitzende habe sich bereits vor einigen Wochen unter anderem mit den früheren Parteichefs und Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Theo Waigel, Günther Beckstein und Erwin Huber getroffen, berichten die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Passauer Neue Presse“. Die Politiker hätten Seehofer aufgefordert, noch einmal anzutreten. Er selbst habe zugesichert, dies zu tun, sollte es keine gesundheitlichen Bedenken geben.

In der Öffentlichkeit zeigt sich Seehofer, seit 2008 Ministerpräsident, bisher unentschlossen: „Es gibt für beide Varianten gute Argumente, ich weiß es wirklich noch nicht“, sagt er gern. In den Osterferien werde er mit sich und seiner Familie intensiv beraten, und dann sei da auch noch der wichtige Gesundheitscheck.

Am 6. Mai will die CSU ihre Liste für die Bundestagswahl im Herbst aufstellen. Sollte er weitermachen, könnte der 67-Jährige auch selbst Spitzenkandidat werden – selbst wenn der Gang nach Berlin für ihn kein Thema ist.

In der CSU gehen die Meinungen zu Seehofers angekündigter Zukunftsentscheidung weit auseinander: Seine Befürworter verweisen auf eine immer größere Zahl von Rufen nach einer Fortführung, da Seehofer insbesondere in der Flüchtlingsdebatte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gezeigt habe, wie unersetzlich er sei.

Ihnen gegenüber stehen die Christsozialen, die im Kopf schon lange mit Seehofer gebrochen haben, die ihm einen autoritären Stil, emotionalen Autismus und fehlende Kompromissbereitschaft vorwerfen. Öffentlich will aber niemand Seehofer die Stirn bieten, zu stark ist seine Position. Ihre Taktik lautet: Warten auf einen Fehler Seehofers, dann dürfe die Partei ihn köpfen. dpa

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21.04.2017, 06:00 Uhr

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