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Café Society

Café Society

Die romantische Komödie von Woody Allen sonnt sich im Glanz des alten Hollywoods der 1930-er Jahre.

Café Society

USA 2016

Regie: Woody Allen
Mit: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Jeannie Berlin

96 Min. - ab 12 Jahren

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14.10.2016
  • Klaus-Peter Eichele

Je älter Woody Allen wird, desto lieber schwelgt er in der Vergangenheit. Nach den europäischen Zwanzigern („Midnight in Paris“) knöpft sich der 1935 geborene Altmeister nun die 1930-er Jahre in den USA vor, gerecht verteilt auf Ost- und Westküste. Optisch gibt das einiges her. Elegant fotografiert von Kamera-Veteran Vittorio Storaro („Apocalypse Now“) strotzt der Film vor zeittypischen Schauwerten: Stars und Sternchen in glamouröser Garderobe, mondäne Nachtclubs, pompöse Partys am Swimming Pool.

Die Handlung scheint indes nur dazu da, diese Attraktionen miteinander zu verknüpfen. Bobby (Jesse Eisenberg), Spross einer jüdischen New Yorker Arbeiterfamilie, will in Hollywood sein Glück versuchen, wo sein Onkel (Steve Carrel) als Schauspieleragent ganz oben auf der Leiter steht. Weil der von Vetternwirtschaft wenig hält, kommt Bobby über einen Job als Laufbursche jedoch nicht hinaus. Immerhin verliebt er sich in die Sekretärin (Kristen Stewart) des Onkels, die jedoch auch mit dem Chef ein intimes Verhältnis hat. Um dem Liebeskummer Herr zu werden, kehrt Bobby zurück nach New York, wo er im Dunstkreis seines in Gangsterkreisen operierenden Bruders zum Manager eines Nachtclubs aufsteigt.

Das dramatische Potenzial der Geschichte dimmt Allen auf ein Minimum und der eingestreute Witz wirkt über weite Strecken sehr bemüht. Nicht dass man sich direkt langweilt, aber wenn zur Filmmitte der Projektor den Geist aufgäbe, wäre man auch nicht maßlos enttäuscht.

Am ehesten funktioniert „Café Society“ als wehmütige Romanze. Den Szenen mit den Königskindern Stewart und Eisenberg wohnt, im Leidenschaftlichen wie im Melancholischen, ein Zauber inne, doch sind es letztlich zu wenige, um den ganzen Film zum Schwingen zu bringen.

Woodys romantischer Nostalgietrip in die 1930-er bietet außer edlen Bildern und guten Schauspielern wenig Habhaftes.

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14.10.2016, 16:45 Uhr

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