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Partner eines Schwergewichts

Chancen für Jumelage mit Yalova in der Türkei stehen nicht schlecht

Am kommenden Montag entscheiden die Gremien der türkischen Stadt Yalova über die Partnerschaft mit Rottenburg. OB Stephan Neher ist zuversichtlich, dass die Entscheidung zugunsten Rottenburgs ausfällt. Am Dienstag berichtete er dem Gemeinderat über die Reise seiner Delegation nach Yalova.

09.10.2014
  • Ulrich Eisele

Yalova / Rottenburg. Yalova, Industrie- und Bäderstadt am Maramarameer, fast in Sichtweite der Millionen-Metropole Istanbul gelegen, 100 000 Einwohner, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit rund 180 000 Einwohnern: Dieses Schwergewicht, das bereits 14 oder 15 Städtepartnerschaften in Europa und Asien unterhält, hat sich Rottenburg ausgesucht. Besser gesagt: das städtische Kulturamt, das diese Beziehung angebahnt hat.

Im April 2010, beim 3. Integrationsforum entstand die Idee, eine türkische Partnerstadt zu suchen. Im Juli beschloss der Sozialausschuss, sich aktiv auf die Suche zu begeben. Es folgten Gespräche mit dem deutsch-türkischen Freundschaftsverein und dem türkischen Kultur- und Sportverein. 2012 schlossen sich das Eugen-Bolz-Gymnasium und das Jugendbüro Ergenzingen an. 2013 kam mit der Bitte um Unterstützung durchs türkische Generalkonsulat Bewegung in die Sache; Rottenburg bewarb sich um EU-Gelder für die Partnerschaft mit türkischen Städten und bekam kürzlich den Zuschlag, der rund 64 000 Euro für Partnerschafts-Aktivitäten sichert.

Im Juni dieses Jahres nun bekam Rottenburg Besuch aus Yalova, und von 14. bis 17. September folgte der Gegenbesuch. Betont nüchtern schilderte Stephan Neher den Ablauf des Programms: Besuch bei der Provinzgouverneurin und beim Bürgermeister, Besichtigung einer sozialen Reha-Einrichtung und eines Kindergartens, einer Sekundarschule, eines Seniorenwohnheims . . . Nehers Einschätzungen: eher euphorisch, der Personalschlüssel dieser Einrichtungen sei besser als der in Rottenburg.

Auch die großzügige Schwimmhalle und das Sportstadion von Yalova beeindruckten, lobende Erwähnung fand zudem das Papiermuseum. Schulen aller Art und eine Hochschule im Aufbau böten Möglichkeiten für Schüleraustausch auf allen Ebenen. Denn eine Partnerschaft ohne ständigen Austausch, da waren sich Stadtverwaltung und Gemeinderat einig, wäre zum Scheitern verurteilt.

Jetzt muss der Rat von Yalova entscheiden, ob er sich mit Rottenburg verpartnern will oder nicht. Die Stadt habe schon eine sehr alte Partnerschaft mit Bad Godesberg, erzählte Kulturamtsleiter Karlheinz Geppert, aber auch mit Städten in Kalabrien, Slowenien, Spanien, Japan, Russland, China, auf Zypern, mit Südkorea, Bulgarien, Rumänien, der Ukraine, sogar mit Griechenland. Millionenstädte und kleine seien darunter. Es gebe sogar ein eigenes Amt für Partnerschaften in Yalova.

Ob die Stadt nicht doch eine Nummer zu groß für Rottenburg sei, wollte Peter Cuno (WiR) wissen – „rein informativ“. Das sei keine Kritik am Partnerschafts-Vorhaben, stellte er klar. Die wollte auch kein anderer aus dem Gemeinderat üben. Stattdessen gab es Beifall für den Bericht und den Wunsch, es möge gelingen.

Chancen für Jumelage mit Yalova in der Türkei stehen nicht schlecht
Besuch bei der Gouverneurin der Provinz Yalova (von links): Bürgermentorin Gülay Temel, Sozialarbeiter Hubert Wellhäuser, Vize-Gouverneur Fatih Ahmed Kurt, Gouverneurin Esengül Civelek, OB Stephan Neher, Vize-Gouverneur Attila Bey, Kulturamtsleiter Karlheinz Geppert. Bild: Stadt Rottenburg

Rottenburg und seine Stadtteile unterhalten bisher vier Städtepartnerschaften: die Kernstadt seit 1979 mit Saint-Claude in Frankreich. Der Stadtteil Wendelsheim hat ebenfalls seit 1979 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Ablis. Die Ortschaft Kiebingen ist seit 1988 mit Lion-sur-Mer verbunden. 2000 wurde die Partnerschaft zwischen dem Stadtteil Ergenzingen und der österreichisch-burgenländischen Gemeinde Gols formell besiegelt. Darüber hinaus hat Dettingen seit dem Jahr 2000 freundschaftliche Beziehungen zu Monostorapati in Ungarn. Yalova wäre die fünfte Rottenburger Partnerschaft.

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09.10.2014, 12:00 Uhr

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