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Der Sunnyboy aus Schorndorf

Charthits aus den USA mit Gerd Rube und Band

Global denken, lokal handeln: Gerd Rube tankt regelmäßig Sonne in Amerika, um dann den Schwaben im „Saints & Scholars“ den Rock ins Haus zu bringen.

06.09.2010
  • Eike Freese

Tübingen. Was die Stücke anderer Bands angeht, ist Gerd Rube im Grunde kein Cover-Künstler – er erinnert eher an eine Juke-Box, so akkurat und original kommen seine Interpretationen der Songs daher. Rube röhrt wie Bryan Adams beim treibenden „Run to You“. Er flötet bei Tom Pettys „Into the great wide open“. Und er gurrt schmeichelnd bei Reamonns „Supergirl“. Kein Wunder, dass von den rund 80 Gästen im Tübinger Pub „Saints & Scholars“ am Samstagabend schon weit vor Mitternacht viele tanzten.

Charthits aus den USA mit Gerd Rube und Band
Sunnyboy mit Band: Gerd Rube (an der Gitarre) am Samstag im Tübinger „Saints & Scholars“.Bild: Sommer

Dabei ist Gerd Rube in Tübingen nicht unbedingt ein Lokalmatador. Im Gegenteil – obwohl der 42-Jährige von Hechingen, Burladingen über Mössingen alle Auftrittsorte mitnimmt, war er am Samstag mit seiner Band zum ersten Mal in der Universitätsstadt. Auf die Frage „Wer kennt uns?“ reckten sich schüchtern drei, vier Ärmchen in die Höhe. „Aber dafür ist der Anfangsapplaus doch ganz in Ordnung“, witzelte Rube, als zu Beginn des Abends die Zuschauer noch recht zaghaft in ihre Hände klatschten.

Das sollte nicht lange so bleiben. Nach dem Einstieg mit Bryan Adams‘ „Cuts like a knife“ überzeugte Rube mit den zahlreichen Eigenkompositionen seiner inzwischen 16 Alben: „This is me“ etwa, oder „The Snake“. Immer locker dazwischen gestreut: Cover-Songs der Künstler, die für viele den ehrlichen und doch charttauglichen amerikanischen Rock repräsentieren. Das Tübinger Publikum war dabei offener als vielleicht gedacht: Mit den Füßen gewippt und mit dem Kopf genickt wurde auch, als bislang Ungehörtes von der Bühne kam. So überzeugte etwa Gerd Rubes „Any Road“ als gitarrenlastige Uptempo-Nummer im Stile von Bon Jovi.

Überhaupt, Bon Jovi: Der kleine Rocker aus New Jersey ist für Rube eine der großen Inspirationsquellen, das wurde schnell klar. Und als Rubes dreiköpfige Band nach gut einer Stunde mit „I‘ll be there for you“ die erste Bon-Jovi-Ballade auspackte, klang das mit geschlossenen Augen ziemlich genau wie das Original. Rube kommt dem Vorbild auch optisch leidlich nah: gut gebräunt, muskulös, strahlende Augen und impulsive Gestik. Nur gehalten hat sich Rube besser – seine 42 Jahre sieht man dem gebürtigen Schorndorfer zumindest nicht an. In der Presse wird Rube gern als Sunnyboy bezeichnet. Selten hat das so gepasst.

Die gesunde Optik liegt ziemlich sicher auch an seinem außergewöhnlichen Lebenswandel. Wo sich andere Live-Rocker mit Ach und Krach durch kleine Auftritte in Deutschland über Wasser halten, macht Rube vieles richtig: Ein paar Monate tourt er in Süddeutschland, spielt auf Stadtfesten, Motorsport-Events und Frühschoppen. Herbst und Winter verbringt Rube in Florida, spielt in Live-Clubs und tankt Sonne. Möglicherweise bringt Arbeitstier Rube, der bereits 1993 als „Newcomer Wanted“ viel Airplay auf dem Musiksender MTV genießen durfte, im Frühjahr dann wieder eins seiner Alben mit – das wäre dann das Siebzehnte.

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06.09.2010, 12:00 Uhr

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