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USA

China warnt Trump vor Kurswechsel in Taiwan-Politik

Der designierte US-Präsident stellt die Hoheit Pekings über den Insel-Staat in Frage. China reagiert gereizt. Droht eine Eiszeit zwischen den Mächten?

13.12.2016
  • DPA

Peking. China hat Donald Trump vor einem folgenschweren Kurswechsel in den Beziehungen gewarnt. Die Äußerungen des künftigen US-Präsidenten, die USA müssten sich nicht unbedingt an die Ein-China-Politik halten, kommentierte ein Außenamtssprecher in Peking mit „großer Besorgnis“. Er warnte vor Schaden für die Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften. Chinesische Experten riefen dazu auf, Druck auf Trump auszuüben. „Die Taiwanfrage gehört zu Chinas Kerninteressen und betrifft die chinesische Souveränität“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang. Die Einhaltung der Ein-China-Politik sei Grundlage der Beziehungen. Wenn dieses Fundament zerstört würde, könne es keine gesunde und stabile Entwicklung der Beziehungen mehr geben.

Schwebezustand seit 1949

Die kommunistische Führung betrachtet Taiwan seit 1949 nur als abtrünnige Provinz und droht mit einer gewaltsamen Rückeroberung. Mit seiner Ein-China-Doktrin fordert Peking, dass kein Land diplomatische und andere offizielle Beziehungen zu der heute demokratischen Inselrepublik unterhalten darf, wenn es ein normales Verhältnis mit der Volksrepublik pflegen will.

Ein außenpolitischer Experte beschrieb Trump als diplomatisch „unreif“. „Deswegen müssen wir ihm klar machen, wie ernst das Problem ist und Druck auf ihn ausüben“, sagte Li Haidong, Professor an der Universität für auswärtige Angelegenheiten der Zeitung „Global Times“, die vom Parteiorgan „Volkszeitung“ herausgegeben wird. Trump hatte am Vortag gesagt, er verstehe die langjährige US-Position voll und ganz. „Aber ich verstehe nicht, warum wir an eine „Ein-China-Politik“ gebunden sein müssen, solange wir nicht einen Deal mit China über andere Dinge haben, darunter den Handel.“ Zuvor hatte bereits sein Telefonat mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen für Wirbel gesorgt. Es war das erste eines neu gewählten US-Präsidenten seit 1979. dpa

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13.12.2016, 06:00 Uhr

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