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Schwerpunkt ist diesmal Fairtrade-Kakao

Chocolart mit immer mehr Schokolade aus gerechtem Handel

Die Tübinger Chocolart wird immer größer – und fairer. An einem Drittel der 100 Stände wird diesmal fair gehandelte Schokolade angeboten. Ob der letztjährige Rekord von rund 300.000 Besuchern noch überboten wird, hängt auch vom Wetter ab.

28.11.2012
  • Volker Rekittke

Tübingen. Elf Händler boten auf der letztjährigen Chocolart Pralinen, Kakao oder Schokolade aus fair gehandeltem Kakao an. Beim 7. Tübinger Schokomarkt, der kommenden Dienstag beginnt, verkaufen bereits mehr als 30 Schokohersteller faire Schoki. „Das war nicht einfach“, sagt Hans-Peter Schwarz vom „Tübingen Erleben“-Organisationsteam: „Viele kleine Hersteller sind aus Kostengründen nicht mit dem Fair-Siegel zertifiziert.“ Sie bieten aber dennoch Schokolade an, deren Zutat Kakao zu garantierten Mindestpreisen – meist deutlich über denen des Weltmarktes – und ohne Zwischenhändler von Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien gekauft wird. Kinder- oder Sklavenarbeit ist auf solchen Kooperativen oder Farmen tabu, oft wird der Kakao dort auch nach biologischen Kriterien angebaut.

Auf der diesjährigen Chocolart, die vom 4. bis zum 9. Dezember in der Tübinger Altstadt stattfindet, gibt es erstmals ein „Faires Gässle“ (Marktgasse), außerdem sind alle Stände, an denen fair gehandeltes Naschzeug verkauft wird, mit einem speziellen Kakaofrucht-Logo (siehe Bild) gekennzeichnet. Die Firma Ritter Sport benutzt in ihrer Schokowerkstatt für Kinder ausschließlich Schokolade mit Bio- oder Fairtrade-Kakao aus Nicaragua und Ecuador, die Schoko-Post am Holzmarkt hat einen eigenen Fair-Stempel zum Frankieren von Briefen – und im „Fairen Café“ im Stadtmuseum gibt’s ein Schokoladen-Tasting der besonderen Art („Fair“speisen) mit Jan-Marcel Schubert (Donnerstag, 6. Dezember, 18 Uhr) und einen Fotovortrag über Kakao-Anbau (Freitag, 7. Dezember, 16 Uhr). „S’faire Schwarzwälder Kirsch-Törtle im Glas“ hat die Zuckerbäckerei in der Tübinger Ammergasse erfunden. Und in der Filmreihe zum Thema Kakao und Schokolade läuft unter anderem eine Dokumentation über Kindersklaven auf den Plantagen der Elfenbeinküste: „Schmutzige Schokolade“ (Freitag, 7. Dezember, 16 Uhr, Kino Atelier).

Offiziell eröffnet wird die Chocolart von Oberbürgermeister Boris Palmer am Dienstag, 4. Dezember, um 13 Uhr auf dem Marktplatz. Sozialpartner von Deutschlands größtem Schokoladenfestival ist erneut die evangelische Schulseelsorge.

Ob kommende Woche erneut, wie im vergangenen Jahr, 294 000 Besucher/innen durch Tübingens Altstadtgassen strömen werden, ist für Hans-Peter Schwarz noch nicht ausgemacht. Unumwunden gibt er zu, dass diese Massen des Guten vielleicht ein bisschen zu viel waren. Vor allem am Freitagabend und am Samstag gab es 2011 kaum noch ein Durchkommen. „Ständig einen Ellbogen im Rücken zu haben, ist kein Genuss mehr.“ Und Genuss sollte es ja sein, das vorweihnachtliche Schoko-Spektakel mit Besuchern aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland. Selbst im Bordmagazin der Königlich-Jordanischen Airline, so Schwarz, wurde ausführlich über die Tübinger Chocolart berichtet. Aber vielleicht wird’s ja auch frostig und es schneit, wie vor zwei Jahren – da zählten die Tübinger Politikwissenschaftler, mit denen „Tübingen Erleben“ zusammenarbeitet, an den sechs Schokotagen glatt 100.000 Besucher weniger als 2011.

Info: Geöffnet hat die Chocolart Dienstag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr, Samstag von 10 bis 23 Uhr (Lange Einkaufsnacht in vielen Läden) und Sonntag von 11 bis 19 Uhr.

Chocolart mit immer mehr Schokolade aus gerechtem Handel

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28.11.2012, 12:00 Uhr

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