Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Zehn Mal im Wald singen

Chorverband legt Liederweg zur Wurmlinger Kapelle

Ein Ludwig-Uhland-Weg soll bald vom Tübinger Bismarckturm zur Wurmlinger Kapelle führen. Einweihung ist am 3. Oktober.

02.09.2010
  • werner bauknecht

Wurmlingen. Die Idee zu dem neuen musikalischen Wanderweg hat die Chorverbands-Präsidentin Irmgard Neumann (Bad Urach) aus dem Remstal übernommen. Im dortigen Schnait führt ein Liederweg vom Silchermuseum in die Weinberge. Anlass für den Wurmlinger Weg ist der neunzigste Jahrestag der Gründung des Chorverbands Ludwig Uhland.

Auf dem Weg, der auf dem Rücken des Tübinger Spitzbergs immer geradeaus bis zur Kapelle führt, werden zehn Liedertafeln angebracht. Darauf: Zehn Uhland-Lieder mit Noten und Text, und zwar mit allen Versen. Jede der Metalltafeln, die mittels Emaillierung wetterfest gemacht werden, soll etwa 900 Euro kosten. Finanziert wird das von den Chorbezirken der Region und aus Privatspenden. Der Chorverband hofft, dass später auch Chöre von auswärts anreisen, den Weg abwandern, und dabei vor den Tafeln ihre Sangeskunst demonstrieren.

Chorverband legt Liederweg zur Wurmlinger Kapelle
Zehn solche emaillierte Liedertafeln sollen den künftigen Ludwig-Uhland-Weg markieren.Montage: Chorverband

Die Strecke selbst wurde mit Be-dacht ausgewählt. Laut Wilfried Setzler, dem langjährigen Leiter des Kulturamts Tübingen, ist Uhland gerade jenen Weg oft gegangen. Auf der selben Route verlaufen bereits der Wanderweg Baden-Württemberg, der Neckartalweg und der Jakobs-Wanderweg. Ein Wanderer braucht für die Strecke etwa eine Stunde, sagt Ulrich Bonin, der Vorsitzende des Bezirks Rottenburg. Und fügt lachend hinzu: „mit Gesang zwei bis drei Stunden“.

Beirat und Vorstand des Chorverbandes wanderten die Strecke ab, um die besten Plätze für die Tafeln auszusuchen. Bonin: „Es muss ja eine Stelle sein, die gut einsehbar ist, gleichzeitig aber auch genügend Platz für eine Sängergruppe bietet.“

Auch mit dem Forstamt und mit der Stadt Tübingen musste der Plan abgesprochen werden. „Man kann ja nicht irgendwelche Schilder und Tafeln im Wald platzieren, wo es einem gerade gefällt“, sagt Bonin. Hinzu kommen Wegweiser, die wandernden Sängergruppen den Weg zur nächsten Tafel weisen.

Derzeit werden die Tafeln hergestellt. Es existiert erst ein Prototyp davon. Susanne Wahl, eine Grafikerin, hat die Tafeln entworfen. Laut Bonin sollen sie im September aufgestellt werden. Sie werden an fünf Stahlstreben montiert, die die Zeile eines Notenblatts symbolisieren. Im Boden wird die Tafel in einen Betonsockel versenkt.

Die Auswahl der Lieder war kein großes Problem. „Es gibt nicht sehr viele Texte von Uhland, die auch vertont wurden“, sagt Irmgard Naumann.“ Die meisten sind wohl bekannt, beispielsweise „Schäfers Sonntagslied“, „Ich hatt einen Kameraden“ und – naheliegenderweise am Ende des Weges – „Droben stehet die Kapelle.“

Und wer soll die Pflege der Tafeln übernehmen? „Das ist kein Problem“, meint Bonin. „Wir wandern ja regelmäßig da oben. Wenn uns was auffällt, ist das schnell erledigt.“

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

02.09.2010, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball