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Stadt bestätigt: Die Behelfsklassenzimmer an der Friedrich-List-Realschule hatten keinen erdbebensicheren Stand

Container nicht gut aufgestellt

Wie wir gestern berichteten, wurden die Container an der Friedrich-List-Realschule erst auf- und dann wieder abgebaut. Angeblicher Grund: Sie standen nicht erdbebensicher. Das hat jetzt auch die Mössinger Stadtverwaltung bestätigt.

24.06.2015
  • kathrin löffler

Mössingen. Vor zwei Wochen kamen die ersten provisorischen Unterrichtsräume an der Friedrich-List-Realschule an. Darin sollen die Schüler für drei Jahre unterkommen, wenn das Hauptgebäude demnächst saniert wird. Die Dresdner Vermieterfirma stellte die ersten Raummodule auf – um sie in der vergangenen Woche gleich wieder per Kran abmontieren und am Rand des ehemaligen Verkehrsübungsplatzes zwischenlagern zu lassen.

Hintergrund des umständlichen Container-Rückens war nach Informationen unserer Zeitung, dass diese zunächst nicht erdbebensicher errichtet waren. Das bestätigte Mössingens Stadtbaudirektor jetzt dem TAGBLATT: „Die Fundamentierung, die die Baufirma vorgenommen hat, war nicht ausreichend“, so Gebhard Koll. Mössingen liegt in Erdbebenzone drei. Die Betonplatten, auf die die Firma „BplusL“ die Module stellen wollte, sind hier ungenügend, falls der Untergrund mal wankt.

Hätte man das nicht berücksichtigen können, ehe das erste Dutzend Behelfsklassenzimmer überhaupt aufgebaut wurde? Koll sagt: Als die Plattenstapel auf dem Platz standen, habe man sich seitens der Stadt auch schon Sorgen gemacht, ob das so richtig sein könne. Auslöser für die Revision war aber der Anruf der Konkurrenzfirma, die den Auftrag für die Containerlieferung nicht erhalten hatte. Sie bemerkte den folgenreichen Lapsus auf einem Zeitungsbild und setzte die Mössinger Stadtverwaltung über die Sicherheitsmängel in Kenntnis. Im Rathaus beauftragte man einen Statistiker, der die Unangemessenheit der die Baumethode als fehlerhaft verbriefte.

Ab heute wird eine neue Fundamentierung angebracht: Die Container, die bald Schüler beherbergen, kommen auf ein von einer Betonstützmauer gesäumtes Schotterbett. Zusatzkosten entstünden dadurch nicht, so Koll. Zeitlich wird‘s ein wenig enger: Noch nicht alle Container sind geliefert – und um die zwischengelagerten wieder aufzubauen, braucht es eine Woche.

Container nicht gut aufgestellt
Solche Betonplatten bieten kein sicheres Fundament zum Vokabeln pauken – jedenfalls nicht im Erdbebengebiet. Bild: Franke

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24.06.2015, 12:00 Uhr

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