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Coole Jungs und wie man einer wird
Regisseur David Pagan Bild: LTT
Vor der Premiere

Coole Jungs und wie man einer wird

Das Klassenzimmerstück „Der Junge mit dem längsten Schatten“ ist ab Samstag am Jungen LTT zu sehen.

16.03.2018
  • ST

Dramaturgin Susanne Schmitt sprach mit dem britischen Musiker, Schauspieler und Regisseur David Pagan, der die urbulente Geschwistergeschichte des australischen Autors Finegan Kruckemeyer für junge Menschen ab 10 Jahren inszeniert hat.

In wenigen Worten, worum geht es im Stück?

David Pagan: Es geht um Zwillingsbrüder. Einer der Brüder ist zwei Minuten älter. Er findet das Leben relativ einfach und hat Spaß, während der andere sich ständig Sorgen macht. Als sie zwölf Jahre alt werden, versucht der Jüngere, Atticus, so zu werden wie sein älterer Bruder Adam. Denn er will genauso glücklich sein. Aber das gelingt natürlich nicht so einfach, schließlich ist es immer schwierig, jemand anderes zu sein. Wir erzählen von diesem Kampf mit sich selbst, mit der eigenen Identität. Es ist für Atticus nicht einfach, eine Zufriedenheit zu finden, obwohl oder gerade weil er ein sehr schlauer Typ ist.

Die Zwillinge werden von Henry Braun und Andreas Laufer gespielt, die sich nicht besonders ähnlich sehen. Wie gehen Sie damit um?

Das ist Theater. Sie müssen nicht genau gleich aussehen. Wenn man einfach behauptet, dass die beiden Zwillinge sind und dass sie ähnlich aussehen, reicht das völlig. Und wir spielen natürlich auch damit, dass sie sich gleich oder eben nicht gleich bewegen, dass sie das Gleiche oder eben nicht das Gleiche tragen.

Sie sind hauptsächlich Musiker und Komponist. Welche Rolle spielt die Musik in Ihrer Inszenierung?

Da es im Stück viel um Erinnerung und Wahrnehmung geht, funktioniert die Musik als eine Art Gedächtnisstütze. Sie versucht, die Geschichte zu begleiten, zu strukturieren, die Figuren zu charakterisieren. Es gibt wiederkehrende Motive, die bestimmten Figuren zugeordnet sind oder die mit der Gefühlslage von Atticus tun haben.

Das Stück wird direkt in Schulklassen gezeigt und im Theater – wie sieht in diesem Fall das Bühnenbild aus?

Wie ein Klassenzimmer (lacht). Natürlich bleibt ein Theatersaal immer ein Theatersaal, egal, was man hineinbaut. Aber sobald man ein paar Tische und Stühle in einer bestimmten Ordnung aufstellt, ist sofort klar, was er versucht zu sein – auch wenn man als Erwachsener nicht so oft in ein Klassenzimmer und als Jugendlicher nicht so oft ins Theater geht.

Wird das Publikum auch mitspielen?

Es ist kein typisches Mitmachtheater, aber die Zuschauer werden dicht dabei sein. Wir bespielen den ganzen Raum. Alles ist Spielfläche, es gibt keine Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum. Daher bin ich sehr gespannt, wie sich das Stück mit dem Publikum verbindet, wie stark die Leute einsteigen. Im Klassenzimmer ist relativ klar, wie es funktioniert, das haben wir bei den Proben auch ausprobiert. Aber im Theater, mit einem gemischten Publikum – da bin ich wirklich neugierig.

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16.03.2018, 01:00 Uhr

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