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Corazones de Mujer

Queer sein ist der Motor, der dieses vergnügliche Roadmovie zum Laufen bringt.

Queer sein ist der Motor, der dieses vergnügliche Roadmovie zum Laufen bringt.

Italien

Regie: Kiff Kosoof
Mit: Aziz Ahmeri, Ghizlane Waldi

- ab 0 Jahren

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23.11.2015
  • Dorothee Hermann

Warum nur wollen der Transvestit Shakira und Zina, eine junge Italienerin marokkanischer Herkunft, ausgerechnet nach Casablanca? Marokko ist kein guter Ort für Männer mit blonden Frauen-Pe-rücken und auch nicht für Frauen, die es eilig haben, weil sonst die festliche Tätowierung für die Hochzeit verblassen könnte.

In „Corazones de Mujer“ bietet Shakira, Starschneider in Turin, manchen Kundinnen mehr als glanzvolle Roben. Als Zina bei der Anprobe der Hochzeitskleider in Tränen ausbricht, weiß er einen Ausweg. In Casablanca gibt es einen Arzt, der den kleinen Eingriff beherrscht, ohne den sie ihre arrangierte Ehe vergessen kann.

Während einen leise Zweifel beschleichen mögen, wie die selbstbewusste Zina nur in diese Situation geraten konnte, konfrontiert das raue Land beide unerbittlich mit sich selbst. Zum Glück wird immer wieder Shakiras urbanes Selbst als abgeklärte, blonde Wasserpfeifenraucherin eingeblendet. Und das rote Sportwagen-Coupé nimmt sich in der Wüste aus wie ein verrücktes Spielzeug aus einer anderen Galaxie.

Doch nicht so sehr die bekannten Bruchlinien zwischen Archaik und Moderne prägen dieses Roadmovie: Das Spiel mit den Geschlechterrollen bleibt für Zina und Shakira nicht unverbindlich. Es hilft ihnen in diesem genretypisch als innere Suche angelegten Roadmovie, am Ende die richtigen Antworten zu finden.
Als Video-Spielfilm gedreht, kommt die Kamera den Figuren sehr nahe. Und so schön wie das italienische Regieduo Davide Sordella und Pablo Benedetti hat noch kaum jemand einen Deus ex Machina aus dem Mobiltelefon sprechen lassen

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 21.07.2009, 12:00 Uhr

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