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Crew gesund: Tuifly fliegt
wieder
Karin Grobecker, Betriebsratschefin bei Tuifly. Foto: dpa
Luftfahrt

Crew gesund: Tuifly fliegt wieder

Wegen Krankmeldungen musste Tuifly viele Flüge streichen. Jetzt ist wieder Normalbetrieb.

10.10.2016
  • DPA

Berlin. Die Fluggesellschaft Tuifly erholt sich von den massenweisen Krankmeldungen ihrer Besatzungen: Gestern ist die Airline zum normalen Betrieb zurückgekehrt. Die Zahl der Krankmeldungen gehe weiter zurück, sagte ein Sprecher. In den kommenden Wochen soll im Unternehmen weiter über den Umbau der Airline gesprochen werden.

Tourismusforscher gehen nach den massiven Flugausfällen der Vortage von einem kurzfristigen Imageschaden aus. Derzeit sei der Schaden relativ groß, sagte Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen. Potenzielle Kunden würden das aber – wie in vielen Bereichen des Tourismus – auch schnell wieder vergessen. Gerade bei der Wahl von Fluglinien achte man vor allem auf Sicherheit und auf den Preis. Tausende Passagiere waren in den vergangene Tagen von Ausfällen und Verspätungen betroffen.

Viele Crew-Mitglieder von Tuifly hatten sich krank gemeldet, nachdem ein geplanter Umbau bekannt geworden war. Tuifly soll demnach mit Teilen von Air Berlin in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden soll. Vertreter der Arbeitnehmer befürchteten Jobverluste. Am Freitag kam Tui den Forderungen mit einer mindestens dreijährigen Standort- und Tarifgarantie entgegen. Zudem wurde eine Entscheidung über die Neuordnung auf Mitte November verschoben.

„Die Belegschaft ist froh, dass jetzt ein Dialog eintritt“, sagte Karin Grobecker, Betriebsratschefin des Tuifly-Bodenpersonals, am Sonntag. Das Thema sei aber noch nicht ausgefochten. Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ waren am Wochenende noch rund 450 Mitarbeiter bei Tuifly krank gemeldet. Insgesamt hätten sich in einer Woche etwa 2000 Krankheitstage gesammelt. Der Hauptgeschäftsführer der niedersächsischen Metallarbeitgeber, Volker Schmidt, hatte vergangene Woche von einer „Form des versteckten Arbeitskampfes“ gesprochen.

Grobecker widersprach: Wenn sich ein Crew-Mitglied psychisch nicht wohlfühle, dürfe es nicht fliegen, das sei Vorschrift. Einzelne Mitarbeiter könnten außerdem nicht streiken, das sei wenn Sache der Gewerkschaft. dpa

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10.10.2016, 06:00 Uhr

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