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Sanofi zieht Option

Curevac entwickelt neuen Impfstoff

Der Pharmakonzern Sanofi Pasteur will einen Impfstoff entwickeln, der auf der RNA-Technologie der Tübinger Biotech-Firma Curevac basiert. Wenn der Impfstoff auf den Markt kommt kann Curevac bis zu 150,5 Millionen Euro erhalten und wird am Umsatz beteiligt.

01.07.2014
  • Angelika Bachmann

Tübingen. Die von der Firma Curevac entwickelte RNA-Technologie ist vielseitig einsetzbar. Seit einigen Jahren arbeitet die Firma, die ihren Sitz im Tübinger Technologiepark hat, an der Entwicklung von Impfstoffen zur Krebstherapie. Die RNA-Technologie stieß zudem auf das Interesse mehrerer großer Pharmafirmen. 2011 vereinbarten Curevac und Sanofi eine Kooperation, mit der sich Sanofi den Zugriff auf die Curevac-Technologie zur Entwicklung von Impfstoffen gegen sechs Infektionskrankheiten sicherte.

Eine dieser sechs Zugriffs-Optionen hat Sanofi jetzt gezogen, teilte Curevac gestern mit. Im Rahmen eines Lizenzvertrags will der Pharmakonzern einen Impfstoff gegen eine Infektionskrankheit entwickeln und auf den Markt bringen. Um welche Infektionskrankheit es sich handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Sanofi trägt die gesamten Kosten für Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung des Impfstoffs. Das Unternehmen erwirbt damit die Marketingrechte. Curevac, die den Impfstoff gemeinsam mit Sanofi entwickeln werden, erhalten so genannte Meilenstein-Zahlungen während der Entwicklung. Diese können laut Kooperationsvertrag bis zu 150,5 Millionen Euro erreichen. Zudem erhält Curevac eine Umsatzbeteiligung, sollte der Wirkstoff auf den Markt kommen.

Zur Entwicklung des Impfstoffs müssen die Firmen das für Medikamente vorgeschriebene Prozedere durchlaufen. Ersten präklinischen Studien folgen drei Phasen mit Studien an Patienten. Bis zu 100 000 Probanden können das bei Studien für Präparate gegen Infektionskrankheiten sein. Die Auswertung der Medikamentenwirkung ist allerdings einfacher ist als bei den Krebstherapeutika von Curevac. Bis Ende des Jahrzehnts könnte der Wirkstoff auf den Markt kommen. „Wenn alles so läuft, wie wir es uns vorstellen“, sagte Curevac-Chef Ingmar Hoerr.

Sanofi verlängerte zudem die Option, auch für die anderen fünf im Kooperationsvertrag von 2011 festgelegten Infektionskrankheiten einen Impfstoff zu entwickeln. Die Options-Verträge von Curevac mit Sanofi laufen bis 2015.

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01.07.2014, 12:00 Uhr

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