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DEB-Team verpasst Revanche
Fast hätten Simon Sezemsky (r.) und das deutsche Team Russland ins Straucheln gebracht. Foto: Peter Schatz
Eishockey

DEB-Team verpasst Revanche

In der Verlängerung verliert die Mannschaft des scheidenden Bundestrainers Marco Sturm mit 3:4 gegen Russland. Christian Ehrhoff wird nicht Nachfolger.

09.11.2018
  • DDDD

Auch zum Abschied als Bundestrainer hat Marco Sturm mit dem Eishockey-Nationalteam gegen Olympiasieger Russland nicht gewonnen. Mit 3:4 (0:1, 3:1, 0:1/0:1) nach Verlängerung unterlag seine Mannschaft zum Auftakt des Deutschland Cups in Krefeld. Ganz so wie vor 256 Tagen beim dramatisch verlorenen Finale von Pyeongchang.

Gestern Abend trafen die Silbermedaillengewinner Leo Pföderl (21./29.) und Frank Mauer (40.) gegen eine C-Auswahl der Sbornaja, bei der nur ein Olympiasieger im Aufgebot steht. Nikolay Dedimow (17.) in eigener Unterzahl, Dimitri Judin (24.), Andrej Tschibissow (51.) und Artjom Semtschjonok nach 22 Sekunden in der Verlängerung trafen für die Russen, die das Turnier 2017 gewonnen hatten.

„Wir haben uns kämpferisch nichts vorzuwerfen. Es gab noch ein paar Abstimmungsprobleme. Den Punkt nehmen wir mit, wir hätten gerne auch den zweiten geholt. Auf dieser Leistung können wir aber aufbauen“, sagte Mauer und ergänzte mit Blick auf das Ende der Ära Sturm: „Wir versuchen ihm, einen schönen Abschied zu geben. Er hat viel getan für das deutsche Eishockey.“

Mit noch neun Spielern, die Sturm im Februar sensationell ins Olympia-Endspiel geführt hatte, zeigte Deutschland einen ähnlichen Spirit wie beim 3:4 nach Verlängerung im Olympia-Endspiel. Die spielstarken Russen gingen zweimal in Führung. Zweimal glich Nürnbergs Torjäger Pföderl in Überzahl aus. Münchens Mauer schoss kurz vor dem Ende des Mitteldrittels die erstmalige Führung, doch im Schlussabschnitt drehten die Russen in einem attraktiven Spiel noch einmal auf. Der gute Mathias Niederberger von der Düsseldorfer EG im Tor war gegen Tschibissows platzierten Schuss ebenso machtlos wie in der Verlängerung gegen Semtschjonok.

Die Chancen auf den achten Turniersieg beim 29. Deutschland Cup sind aber deutlich gesunken. Am Samstag gegen die Schweiz (13.30 Uhr) und gegen die Slowakei einen Tag später (14.30 Uhr/beide Sport1) steht Sturm zum letzten Mal an der deutschen Bande. Auch gestern musste DEB-Präsident Franz Reindl viele Fragen zu Sturms Nachfolger beantworten. „Über Namen kann man heute nicht sprechen“, sagte er. Ex-Kapitän Christian Ehrhoff wird es nach eigener Aussage jedefalls nicht sein. dpa

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09.11.2018, 06:00 Uhr

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