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Nationen-Turnier nicht mehr zeitgemäß

DHB-Team will letzten Supercup gewinnen

Mit dem Supercup starten die deutschen Handballer in die EM-Vorbereitung. Es ist die letzte Auflage des traditionsreichen Vier-Länder-Turniers.

05.11.2015
  • DPA

Kiel Der seit 1979 ausgetragene Handball-Supercup der Männer ist bald Geschichte. Die diesjährige Auflage des Vier-Nationen-Turniers wird die letzte sein. "Den Supercup wird es in dieser Form nicht mehr geben. Wir wissen, dass das System überholt und nicht mehr zeitgemäß ist", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning gestern in Kiel. Der Grund für das Ende der Traditionsveranstaltung ist die erneut geringe Kartennachfrage. "Dieses Format lockt in den großen Städten keinen mehr hinterm Ofen hervor", meinte Hanning. Wie es weitergeht, stehe aber noch nicht fest: "Alles ist offen." Darüber wolle der Deutsche Handballbund (DHB) in Ruhe nachdenken.

Der Supercup findet in diesem Jahr in Flensburg, Hamburg und Kiel statt. Die Deutschen starten mit den Spielen morgen gegen Brasilien, am Samstag gegen Serbien und zum Abschluss am Sonntag gegen Slowenien ihre Vorbereitung auf die EM in Polen im Januar. Dennoch ist das Interesse der Zuschauer an den Partien bislang unter den Erwartungen des DHB geblieben. "Wir rechnen mit 3000 bis 4000 Zuschauern je Spielort", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Das sei in Städten mit Champions-League-Handball wie Kiel oder Flensburg nicht überraschend.

Trotz verletzungsbedingter Ausfälle hat Bundestrainer Dagur Sigurdsson für den letzten Supercup den Turniererfolg als klares Ziel ausgegeben. "Wir werden auf Sieg spielen. Probieren und Testen kommt erst an zweiter oder dritter Stelle", sagte er. Seine junge Mannschaft sei motiviert und sehr aktiv, sagte Sigurdsson. "Das macht Spaß." Auf der halblinken Position sei durch die Verletzung des Berliners Paul Drux nun "etwas Platz offen". Die Lücke könnte in den anstehenden Spielen vor allem Steffen Fäth von der HSG Wetzlar füllen.

DHB-Team will letzten Supercup gewinnen
Steffen Fäth (r.) kann sich im Rückraum für die EM empfehlen. Foto: Eibner

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05.11.2015, 12:00 Uhr

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