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Vom Wunsch, eine Maultasche zu sein

D‘Maulesel begeisterten die Zuschauer im Dettenhäuser Bürgerhaus

Dass Schwaben Humor haben, bewiesen D‘Maulesel mit ihrem Programm „S‘menschelt halt überaall“ am Samstagabend in Dettenhausen.

12.10.2010
  • Alexandra Knoblich

Dettenhausen. Wer des Schwäbischen nicht mächtig ist, hatte vermutlich Verständnisprobleme beim Auftritt des Komiker-Trios D’Maulesel am Samstagabend in Dettenhausen. In breitestem Dialekt sangen, dichteten und scherzten Rosi Hertl, Hans-Jörg Manz und Toni Damstra über zwei Stunden im Bürgerhaus – denn, so Hans-Jörg Manz: „Schwäbisch isch gsond.“

Seit drei Jahren stehen die Maulesel, die sich schon seit 25 Jahren kennen, gemeinsam auf der Bühne. In ihrem zweiten Programm „S‘menschelet halt überaall“ beschäftigen sie sich mit den Dingen des Alltags und dem schwäbischen Humor. So handelte eines der vielen Lieder von dem Wunsch, eine Maultasche zu sein und sich von der Liebsten einwickeln zu lassen. In anderen Stücken machten sie sich über das Vorurteil, alle Schwaben hießen Schäufele und Nägele lustig. Sie sangen von versteckten Venen, Kartoffeln und vom „schlimmsten Tier, das den Menschen bedroht“, der Schnecke. Aber auch vor Schiller und Goethe machten die Drei nicht halt und dichteten mal eben Wilhelm Tell auf schwäbisch um oder sangen davon, wie sehr sie Goethes Reimkünste bewundern.

Zu Beginn des Programms erklärte Manz den rund 70 Zuschauern, wie die drei auf den Namen Maulesel kamen:„Maul kommt von Maulart, denn im Schwäbischen gibt es ja keinen Mund.“ Der Esel als störrisches Tier spiegle zudem die schwäbische Seele wider.

„Wir treten überwiegend auf der anderen Seite vom Wald auf“, erzählte der aus Waldorfhäslach stammende Hans-Jörg Manz dem Publikum in Dettenhausen: „Südschweden ist für uns alles nördlich von Heilbronn“.

Rosi Hertl, die in Dettenhausen als vielseitige Chorleiterin bekannt ist, wechselte an dem Abend mehrmals das Instrument. Neben Akkordeon spielte sie am Keyboard und an der Mundharmonika. Am Ende war das Publikum von der Darbietung so begeistert, dass es die Maulesel erst nach vier Zugaben von der Bühne ließ. – Rund 300 Stunden Arbeit haben die drei Schwaben in das Programm gesteckt. In Dettenhausen hatten sie am Samstagabend ihren vorerst letzten Auftritt. Weiter geht es nächstes Jahr mit neuem Programm. Es sei denn, so Manz, jemand hätte Interesse, seine Weihnachtsfeier mit ihnen aufzuheitern.

D‘Maulesel begeisterten die Zuschauer im Dettenhäuser Bürgerhaus
D´Maulesel: Toni Damstra, Hans-Jörg Manz und Rosi Hertl sangen und dichteten in breitestem Schwäbisch.Bild: Faden

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12.10.2010, 12:00 Uhr

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