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Daimler: Motorenbauer in Sorge
Im Bild die Getriebefertigung in Untertürkheim. Foto: dpa
Fahrzeugindustrie

Daimler: Motorenbauer in Sorge

Mercedes-Mitarbeiter wollen angesichts des E-Auto-Trends Klarheit über ihre Zukunft.

06.12.2016
  • DPA

Stuttgart. Die Mercedes-Mitarbeiter des Daimler Motorenwerks in Stuttgart-Untertürkheim wollen angesichts der Umstellung hin zu mehr Elektromobilität Zusagen vom Unternehmen. Für den gestrigen Montag hatte der Betriebsrat eine Versammlung einberufen. „In der Betriebsversammlung muss das Unternehmen der Mannschaft sagen, wie es sich das Werk Untertürkheim im Jahr 2025 vorstellt und welche Bauteile zukünftig für E-Fahrzeuge aus Untertürkheim kommen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende des Werks, Wolfgang Nieke. „Wenn heute Getriebe, Motoren und Achsen aus Untertürkheim in die Fahrzeugwerke geliefert werden, dann müssen wir in Zukunft Batterien und elektrifizierte Antriebsstränge in die Fahrzeugwerke liefern.“

Batterien werden bislang nur im sächsischen Kamenz gefertigt – die Fertigung soll künftig in das Produktionsnetzwerk weltweit eingebunden werden. Daimler hatte im vergangenen Jahr eine Neuausrichtung des Traditionsstandorts angekündigt. Das Motorenwerk bei Stuttgart soll zum Standort für CO2-effiziente Technologien wie Hybrid-Motoren umgebaut werden. Dafür nimmt der Konzern mehrere Mrd. EUR in die Hand, erwartet aber auch eine Kostensenkung im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Zuletzt arbeiteten in Untertürkheim rund 19 000 Mitarbeiter. Daimler Betriebsratschef Michael Brecht hatte jüngst vor Jobverlusten durch den Wandel hin zu E-Mobilität gewarnt. Das erste Modell der Marke EQ soll zum Jahr 2019 in Bremen vom Band laufen.

Auch BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch macht sich Gedanken über die E-Auto-Strategie seines Arbeitgebers. Er sprach sich angesichts der Wachstumspläne des Münchner Konzerns für eine eigene Batteriezellen-Produktion aus. „Ab einer gewissen Größenordnung lohnt sich die Eigenfertigung“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. „Ich glaube nicht, dass wir täglich zweieinhalb Tausend Tonnen Batteriezellen per Container und just-in-time aus Korea kommen lassen können.“ dpa

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06.12.2016, 06:00 Uhr

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