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Daimler bindet Boni an Firmenerfolg
Die Stuttgarter wollen neue Wege beschreiten.? Foto: dpa
Führungskultur

Daimler bindet Boni an Firmenerfolg

Der Autobauer will sein Management umkrempeln und sich stärker an Start-ups orientieren.

13.12.2016
  • IGOR STEINLE

Stuttgart. Der Kulturwandel bei Daimler nimmt konkretere Formen an. Bereits vor gut einem Jahr hat der Konzern unter dem Titel „Leadership 2020“ ein Umdenken in der eigenen Firmenkultur angestoßen. Neue Führungsprinzipien wurden erarbeitet, eine andere Feedback-Kultur und Leistungsbewertung.

In einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ hat der Personalchef des Unternehmens, Wilfried Porth, nun angekündigt, im Rahmen der Neustrukturierung Bonus-Zahlungen „künftig noch stärker am Unternehmenserfolg“ zu orientieren. „Wir wollen einfach nicht mehr die oft langen Diskussionen führen, ob jemand nun 100, 110 oder 115 Prozent der Zielvorgabe erreicht hat. Wenn das Unternehmen keinen Erfolg hat, dann nützt uns die Diskussion über die persönliche Zielerreichung auch nichts“, sagte Porth der „Stuttgarter Zeitung“. Momentan werde unter Führungskräften eine Umfrage durchgeführt, „zu wie viel Prozent der Bonus vom Gesamtergebnis und vom Ergebnis des Geschäftsbereichs abhängen soll“. Ausgenommen sind Vorstandsgehälter, die vom Aufsichtsrat festgelegt und jährlich überprüft werden.

Porth kündigte außerdem an, dass Führungspositionen häufiger rotieren werden. „Das bedeutet, dass wir nach drei bis fünf Jahren auf die Stellenbesetzung schauen.“ Nach spätestens fünf Jahren solle dann eine „Veränderung stattfinden“.

Die Veränderungen laufen alle unter der Zielvorgabe, „Agilität und Flexibilität“ des Unternehmens zu verbessern, erklärt Daimler-Sprecher Oliver Wihofszki. So sollen Führungskräfte Detailentscheidungen abgeben und sich stärker darauf konzentrieren, Strategien für die Zukunft zu entwerfen. „Wir haben das klare Ziel, die Stärke eines Weltkonzerns mit der Flexibilität der Gründerszene zu verbinden“, sagt Wihofszki. In verschiedenen Projekten werde deswegen gezielt versucht, „die Zusammenarbeit mit Start-ups und der Gründerszene weiter auszubauen und Gründergeist im Unternehmen zu wecken“. Igor Steinle

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13.12.2016, 06:00 Uhr

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