Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Daimler hält an Motoren von Renault fest

Seit sieben Jahren arbeiten Renault-Nissan und Daimler zusammen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dabei bringt die Kooperation auch Probleme.

01.10.2016
  • LSW

Paris. Trotz der Beanstandungen durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) will Daimler weiter Dieselmotoren von seinem Partner Renault-Nissan in seine Modelle einbauen. Man habe die Motoren genutzt, man nutze sie und werde sie nutzen, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Freitag beim Pariser Autosalon. Die Nachfrage nach den Motoren habe die Erwartungen bei Weitem übertroffen. Kunden hätten nie ein Problem mit ihnen gehabt.

Dabei sind die Kompaktmodelle mit Renault-Motoren neben den Vans von Daimlers V-Klasse die einzigen Modelle, die der Überprüfung durch das Kraftfahrtbundesamt im Frühjahr nicht Stand hielten. Sie sind Teil der „freiwilligen“ Rückrufaktion, die die Hersteller gestartet haben. Betroffen sind Einsteigermotoren von A-, B-, CLA- und GLA-Klasse, die der Partner Renault liefert. Zu den Untersuchungen der französischen Regierung, bei denen auch Renault-Motoren mit hohen Abgaswerten aufgefallen waren, sagte Konzernchef Carlos Ghosn: Er sei bereit, alles offenzulegen, um das Vertrauen wiederherzustellen. Dafür brauche es aber auch eindeutige Regeln.

Renault-Nissan und Daimler kooperieren seit sieben Jahren. Neben den Dieselmotoren entwickeln die Partner Teile der Stadtautos Twingo und Smart zusammen und bauen ein gemeinsames Kompaktwerk in Mexiko. Noch in diesem Jahr soll ein gemeinsamer Pick-up vorgestellt werden. Kein Autohersteller könne es in dem sich schnell ändernden Umfeld noch allein schaffen, sagte Ghosn. Eine gemeinsame Plattform für Elektromodelle sei vorerst nicht geplant, sagte Zetsche. Renault bietet im Gegensatz zu Daimler bereits eine breite Palette von Elektroautos an und gilt in Europa als Marktführer. Die Batterien aus Daimlers eigener Fertigung im sächsischen Kamenz werden im Smart eingesetzt, nicht aber im Twingo der Franzosen.

Unterdessen schloss Renault mit dem Iran ein Abkommen über ein Unternehmensprojekt. Es soll eine neue Fabrik im Iran entstehen. Ab 2018 soll dort produziert werden. Ziel ist es, die Zahl der Renault-Autos im Iran von 200 000 auf 350 000 Fahrzeuge pro Jahr steigern.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

01.10.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball