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Daimler senkt
Prognose für 2016
Die Fertigung im Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen. Foto: dpa

Daimler senkt Prognose für 2016

Der Absatz von Lkw bricht ein. Modelle wie SUV und E-Klasse kommen aber weiter gut an.

22.10.2016
  • THOMAS VEITINGER

Stuttgart. Irgendwas ist immer. Zwar liefen die Geschäfte bei Daimler (Stuttgart) sehr gut im dritten Quartal. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 4 Mrd. EUR und der Konzernumsatz kletterte um 4 Prozent auf 38,6 Mrd. EUR. Der Grund: Das Unternehmen verkaufte mehr Pkw als erwartet, vor allem SUV und die E-Klasse laufen gut. Dafür schwächelte aber der Absatz von schweren Lastwagen. „Der Verkauf von Lkw hat nachgelassen“, musste Finanzvorstand Bodo Uebber bei einer Telefonkonferenz einräumen. In Nordamerika zeigte der Daumen nach unten, in Brasilien sowieso, aber auch in Europa machte sich hoher Preisdruck bemerkbar. Daimler erzielt gut ein Fünftel seiner Umsätze mit Lastwagen. Der operative Gewinn in dem Segment ging um 41 Prozent zurück.

Unter der schwachen Nachfrage könnten in erster Linie Leiharbeiter zu leiden haben. Außerdem werden in Lkw-Werken Stellen nicht besetzt und Arbeitszeitkonten gefüllt. „Wir haben eine hohe Flexibilität in den Werken und können uns an die Nachfrage anpassen“, sagte Uebber.

Das hat Auswirkungen auf den gesamten Konzern. Die Erwartungen an Absatz und Umsatz für das Gesamtjahr sind kleiner geworden. Bei den Erlösen rechnet Daimler nur noch mit dem Vorjahreswert von etwa 150 Mrd. EUR; der Verkauf von Autos und Lastwagen werde nur noch leicht über dem Vorjahreswert liegen – zuvor hatte Daimler hier mit einem deutlichen Plus gerechnet. Die Gewinnprognose bleibt aber bestehen.

Überhaupt kann sich der Autobauer in erster Linie freuen. Daimler brachte in diesem Quartal mehr Autos an Kunden als die Rivalen BMW und Audi. Auch sind die Stuttgarter profitabler. Die beiden Konkurrenten sind ein Maßstab. „Wir glauben, dass wir BMW und Audi schon vor 2020 überholen können“, hatte Dieter Zetsche in diesem Jahr ein altes Ziel wiederholt. Auch bei Bussen und Transportern ist der Konzern zufrieden. vt

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22.10.2016, 06:00 Uhr

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