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Daniel Schachtschneiders Traumstart beim SSV Reutlingen

Augenzeugen waren sich einig: Daniel Schachtschneider war beim Pokalcoup des Oberligisten SSV Reutlingen gegen den Karlsruher SC einer der besten Reutlinger. Und das, obwohl der Kiebinger zuvor sieben Jahre niederklassiger beim VfL Nagold kickte. Am Mittwoch (18.30 Uhr) soll nun gegen den Drittligisten Stuttgarter Kickers die nächste Pokalsensation gelingen.

18.08.2015
  • Moritz Hagemann

Reutlinger.Daniel Schachtschneider überlegt lange. Er soll den Ausgang des WFV-Pokalspiels gegen den Drittligisten Stuttgarter Kickers tippen. „Ich muss ja überzeugt sein, dass wir da was holen“, sagt der 26-Jährige. „2:1 für uns.“

Was auch zeigt: Beim SSV Reutlingen und auch speziell bei Schachtschneider ist dank eines guten Saisonstarts das Selbstvertrauen zurück. Selbst ein Gegner, der zwei Ligen höher kickt und dort zu den Favoriten zählt, scheint nicht übermächtig zu sein. Und es ist auch der Reiz des Pokals, dass sich in der dritten Runde schon der dritte und letzte Drittligist verabschieden könnte. Der VfR Aalen verlor in Ravensburg, die SG Sonnenhof-Großaspach unterlag in Hollenbach. „Natürlich glauben wir an unsere Chance“, sagt Schachtschneider.

Der in Kiebingen wohnende Angreifer hat eine erstaunliche Entwicklung genommen. 2008 wechselte er von den A-Junioren des TuS Ergenzingen zum VfL Nagold. Auch der SSV Reutlingen hatte am damaligen A-Junioren Schachtschneider Interesse. Doch nach einem Probetraining „war ich zu lange im Sommerurlaub. Dann hat sich das zerschlagen.“ Vor der Saison wurde der Kontakt wieder intensiv, dann unterschrieb Schachtschneider letztlich für zwei Jahre an der Kreuzeiche.

„Hier ist schon alles professioneller“, erzählt er. Insbesondere, dass er sich unter Trainer Georgi Donkov sofort einen Stammplatz eroberte, überrascht nicht nur die Betrachter: „Auch ich habe damit überhaupt nicht gerechnet.“ Er habe eher gedacht, sich erst einmal hinten anstellen zu müssen. Doch in vier Pflichtspielen machte Schachtschneider nun bereits einen Treffer und bereitete vier weitere Tore vor.

Doch die Karriere war durchaus so geplant. Gerade jetzt ist Schachtschneiders Masterstudium an der Fachhochschule Albstadt in den letzten Zügen. Derzeit ist er auf der Suche nach einer Masterthesis. „Ich hab’ momentan die Zeit für den Fußball“, sagt er. „Natürlich träumt man immer davon, dass es so wie bei mir läuft.“ Auf die Nachfrage, ob sich nach den starken Leistungen gar schon andere Vereine gemeldet hätten, verneint Schachtschneider. Er könne sich sogar vorstellen, nach den ersten Eindrücken länger als zwei Jahre an der Kreuzeiche zu bleiben.

Nun will er gegen die Stuttgarter Kickers aber erst einmal wieder seine Leistung abrufen. Denn Schachtschneider war auf der Tribüne dabei, als der SSV im Mai den WFV-Pokal gewann und den DFB-Pokaleinzug klar machte. Ausgerechnet im Kickers-Stadion. „Die Stimmung damals war genial“, erinnert sich der Kiebinger. „Es ist schon ein Reiz, so etwas nochmal zu erleben.“

Darauf drängen auch die Kickers. Denn in deren Stadion wird auch 2016 wieder das Finale im WFV-Pokal ausgetragen. Und die Stuttgarter verloren schon im Vorjahr bei einem Oberligisten, dem Ravensburger FV. Jenes Team, gegen das der SSV das Finale gewann.

Daniel Schachtschneiders Traumstart beim SSV Reutlingen
Gefeierter Held: Daniel Schachtschneider am Fanzaun nach dem Sieg über den Karlsruher SC. Bild: Ulmer

19 Minuten und fünf Sekunden wollen die SSV-Fans der „Szene E“ in Anlehnung an das Gründungsjahr ihres Klubs am Mittwochabend schweigen. Und dann ihren SSV von ungewohnter Position anfeuern: aus Block III. Doch dieser Block, so heißt es in einer Mitteilung der Ultragruppierung, sei „keine langfristige Alternative“. Zuletzt hatte die „Szene E“ den Besuch der Spiele gegen den Karlsruher SC (3:1) und den SC Pfullendorf (4:0) boykottiert. Die „Szene E“ pocht darauf, eine Nordtribüne als feste Fankurve im Kreuzeiche-Stadion zu etablieren. Die Gespräche mit dem Verein dauern an. „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir kaum noch weiteren Handlungsspielraum für uns sehen“, heißt es in der Mitteilung der „Szene E“.

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18.08.2015, 12:00 Uhr

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