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Freiburg

Darmkeim bei Frühchen: CDU fordert stärkeren Schutz

Nach dem Auftreten eines gefährlichen Darmkeims in der Neugeborenen-Intensivstation der Uniklinik Freiburg fordert die CDU-Landtagsfraktion einen besseren Schutz vor Infektionen.

12.11.2015
  • dpa

Freiburg. Notwendig sei generell eine Untersuchung aller neu ankommenden Patienten in Krankenhäusern, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Teufel, am Donnerstag in Stuttgart.

In den Niederlanden werde dies erfolgreich praktiziert, es sollte auch in Baden-Württemberg gelten. Die Landesregierung lehne dies jedoch ab, kritisierte Teufel. In Freiburg wurde nach Angaben der Klinik bei elf Kleinkindern der Keim auf dem Köper nachgewiesen, zwei Babys sind infiziert.

«Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr den dringenden Handlungsbedarf bei der Eindämmung von Krankenhauskeimen», erklärte CDU-Politiker Teufel. Die Einschätzung des Sozialministeriums, es bestehe kein weiterer Handlungsbedarf, sei falsch. Ein obligatorisches Untersuchen aller neuen Patienten im Krankenhaus könne zu einem wesentlichen Rückgang der Keiminfektionen in Kliniken führen. Dies zeige das Beispiel Niederlande.

In Freiburg habe sich die Lage nach einer Woche stabilisiert, sagte ein Sprecher der Uniklinik am Donnerstag. Den Kindern gehe es klinisch gut, Lebensgefahr bestehe nicht. Zudem laufe die Ursachenforschung. Noch sei unklar, wie das Bakterium (Serratia marcescens) in die Klinik kam. Nach dem Grund der Keimbildung, die vor einer Woche öffentlich gemacht worden war, werde weiter gesucht.

Zudem untersucht die Klinik den Tod eines Babys, das auf einer anderen Station gestorben war. Bislang lasse sich kein Zusammenhang mit dem Darmkeim auf der Neugeborenen-Intensivstation feststellen, sagte der Kliniksprecher. Bei dem toten Kind seien zwar Serratien gefunden worden, diese gehörten aber zu einem anderen Stamm.

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12.11.2015, 12:00 Uhr

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