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Wo es zehn Tage rund geht

Das 58. Tübinger Sommerfest ist eröffnet

Zehn Tage lang locken Buden, Biergarten und Karussells Besucher auf die Weilheimer Wiesen. Am ersten Nachmittag und Abend war das Tübinger Sommerfest am Freitag bereits gut besucht.

02.06.2012
  • Madeleine Wegner

Tübingen. Mit zwei gefühlvollen Hammerschlägen stach Oberbürgermeister Boris Palmer gestern um 19.30 Uhr das Bierfass an und eröffnete damit das 58. Tübinger Sommerfest. Ohne zu spritzen. Der Gerstensaft der Mössinger Brauerei Fischer floss sauber durch den Hahn. Zuvor hatte sich ein Zug Tübinger Ehrengäste mit der Musikgruppe „Die Grafenberger“ und dem OB an der Spitze durch die Buden und Fahrgeschäfte bewegt. So fuhr so mancher mit dem Stadtoberhaupt mal zwar nicht Schlitten, aber Achterbahn.

Schon vor der offiziellen Eröffnung war das Sommerfest gestern geöffnet. Zum dritten Mal in Folge richtet der Aalener Familienbetrieb Kübler für den Tübinger Bürger- und Verkehrsverein das Fest aus. Knapp 40 Schaustellerbetriebe haben ihre Achterbahnen, Autoscooter und Karussells auf den Weilheimer Wiesen aufgebaut.

Um 16 Uhr gestern Nachmittag liefen die Fahrgeschäfte an. Dietmar Kübler, Geschäftsführer von „Küblers Schaustellerbetriebe“, zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt: Bereits um halb vier habe sich der Platz langsam gefüllt. „Die Leute aus Tübingen und aus dem Umland wissen, dass es heute los geht“, sagte Kübler.

Eine Herausforderung für jeden Achterbahn-Begeisterten dürfte der „Break Dancer“ sein: Auf jeder der runden Drehflächen befinden sich vier Doppelsitzer, die sich gleich dreifach in enormer Geschwindigkeit bewegen: Sie schwenken in sich hin und her, drehen sich um die eigenen Achse, außerdem rotiert die gesamte Fläche, auf der alle Sitze befestigt sind. Schon beim Zugucken kann einem mulmig werden, und die mutigen Mitfahrer werden tatsächlich reichlich durchgeschüttelt.

Volle Granate, Zuckerpuppe!

Auch Ursula Stumpp ist mit ihrem Enkel Alexander mitgefahren. „Saugut“ fand sie die Fahrt im „Break Dancer“. „Man kann auch als älterer Mensch mitfahren“, sagt sie noch etwas außer Atem. Und: „Da kann man mal so richtig alles rausschreien.“ Die beiden waren extra früh zum Sommerfest gekommen, weil jede Fahrt in der ersten Stunde nur 50 Cent kostete. „Das hat uns gereizt“, sagt Ursula Stumpp. Mit der Achterbahn „Feuer und Eis“ sind die beiden zuvor gefahren. Deshalb wollen sie zwischendrin erst einmal eine kurze Pause machen und den „Durst vor lauter Schreien“ löschen, sagt Ursula Stumpp und lacht.

„Volle Granate, Zuckerpuppe“, kündigt der junge Mann hinter dem Mikrophon die nächste Fahrt des krakenähnlichen „Street Fighters“ an. Der schwenkt seine Fahrgäste an einem langen Arm in hohem Bogen hin und her. Drunter und drüber geht es in einigen Fahrgeschäften nicht nur für die Frisur. Auch manch empfindlicher Magen nimmt die turbulente Fahrt übel. Doch es geht auch langsamer zu: Der „Traum-Flug“ zum Beispiel, in dem Aladin, Elefanten und Hubschrauber zum Mitfahren einladen, dreht gemächlich seine Runden. Auch die Rennwagen eines der anderen Karussells werden sicher kein Formel-1-Rennen gewinnen, stehen dafür aber bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs.

Gero und Tanja Greiner winken vom Rand einer Kinder-Achterbahn ihrer vierjährigen Nichte zu. Sie sind aus Rottenburg zum Sommerfest gekommen. „Unsere kleine Nichte ist gerade zu Besuch, da hat sich das Sommerfest angeboten“, sagt Gero Greiner. „Sie würde ja überall mitfahren, aber für manche ist sie noch zu klein“, sagt er. Allen drei gefällt, dass es auch für kleinere Kinder genügend Angebote gibt. Sogar zwei Auto-Scooter: Einen „Mini-Scooter“ für die Kleinen und den „Super-Scooter“, in dem auch Erwachsene ihren Spaß haben. Eine Geisterbahn gibt es in diesem Jahr zwar nicht, dafür jedoch ein Überraschungs-Spiegel-Kabinett.

Eine Biergarten-Insel zum Erholen

Dunkle Wolken wechselten sich am ersten Sommerfest-Tag mit strahlendem Sonnenschein ab. Doch der Nachmittag blieb trocken, so dass der Biergarten des Sommerfestes wie eine kleine Insel zur Erholung einlud. Auf der Bühne spielte hier am Abend außerdem Schlagerstar und Entertainer Graham Bonney (ausführlicher Bericht folgt in der Montagsausgabe).

Das 58. Tübinger Sommerfest ist eröffnet
Vor den Fliehkräften gab es auch für OB Boris Palmer (vorne) zum Auftakt des Tübinger Sommerfestes gestern Abend kein Entfliehen. Bild: Faden

Das Sommerfest läuft biszum Sonntag, 10. Juni. Der Festbetrieb startet jeweils um 14 Uhr, nur sonntags geht es bereitsum 11 Uhr los. Am Wochenende und am Mittwoch vor dem Feiertag geht der Sommer-Trubel bis Mitternacht. An allen anderen Tagen bis 22 Uhr. Ermäßigte Fahrpreise gibt es am Mittwoch beim Familiennachmittag von 14 bis 19 Uhr. Das Tübinger Feuerwerk wird am Freitagabend gegen 22.15 Uhr über den Weilheimer Wiesen auffunkeln.

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02.06.2012, 12:00 Uhr

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