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Das Fluchtauto steht bereit
Zimmertheater-Vorbericht

Das Fluchtauto steht bereit

Zur Premiere vom Spielplan-Schmankerl „Axel Kraußes eitle Selbstdarstellung“, das am heutigen Samstag herauskommt – mit dem Intendanten in der tragenden, weil einzigen Rolle.

22.10.2016
  • ST

Noch ist das Geheimnis nicht gelüftet, die Proben finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Axel Krauße bastelt an einem „Soloabend“. Bisher ist nach Außen gedrungen: Es scheint sehr viel Musik vorzukommen. Wohl auch Gedichte und Texte. Womöglich wird es heiter. Mehr wird noch nicht verraten. Dem Zimmertheater-Intendanten Axel Krauße ist es dennoch gelungen, dem Solo-Künstler Axel Krauße vor der Premiere einige Fragen zu stellen

Axel Krauße: Warum dieser Abend?

Axel Krauße: Wir sind ja nur ein kleines Theater und müssen sparen. Da muss halt jeder mal ran.

Sie haben diesen Abend geheim geprobt. Warum?

Wir diskutieren ja seit langem darüber, dass auch Lärm Umweltverschmutzung ist. Diese wollte ich in Grenzen halten und Tübingen schonen, deshalb habe ich den meisten Krach in Schönaich, bei meinem Pianisten Klaus Hügl abgelassen.

Und warum Gesang?

Ich dachte mir, wenn überall Menschen singen, die es nicht können, dann kann ich das auch. Sollte ich einen Ton treffen, umso besser.

Und was wird gesungen?

Da halte ich mich patriotisch an die zweite Strophe der Nationalhymne: Deutsche Frauen, deutscher Wein und deutscher Sang sollen in der Welt behalten ihren guten Klang. Über den weltweiten Klang deutscher Frauen kann ich nichts sagen, deswegen bemühe ich mich, einigen deutschsprachigen Komponisten und Textern die Ehre zu erweisen, auch wenn einige Österreicher sind.

Wie kommen Sie auf die Idee, dass das irgendjemanden interessiert?

Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.

Gibt es eine Zielgruppe?

Menschen mit Verstand.

Was ist denn nun so eitel an der eitlen Selbstdarstellung?

An sich nichts. Außer dem Vorgang selbst, dass sich jemand auf die Bühne stellt, der das nicht gelernt hat. Der Titel nimmt die naheliegende Kritik vorweg. und dann kann ich sagen: es stand ja drauf.

Sind Sie eitel? Wie oft schauen Sie denn am Tag in den Spiegel?

Morgens. Ich bin mir aber nicht klar darüber, was ich da sehe.

Kann man den Abend noch anders umschreiben?

Man könnte sagen, ein sehr männlicher Abend, immerhin stehen mit Klaus Hügl und mir zwei Testosteronpakete auf der Bühne.

Es gibt ein paar Einlagen aus dem Bereich des Ausdruckstanzes, Ballett kommt auch vor. Zudem natürlich gesprochenes Wort.

Auch Klaus Hügl, das darf man an dieser Stelle sagen, wird das Wort ergreifen.

Ein Pianist, der spricht?

Es gibt Exemplare, die das beherrschen. Und wenn ich singe, kann er auch sprechen. Wir sind so eine Art Selbsthilfegruppe.

Haben Sie Angst?

Natürlich. Das Fluchtauto steht bereit.

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22.10.2016, 01:00 Uhr

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