Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Das Hotel Adler in Freudenstadt will bis zum Frühsommer sein Volumen verdoppeln
Die Ansicht eines der neuen geplanten Hotelgästezimmer.Ansicht: Architekturbüro
Barrierefreie neue Zimmer

Das Hotel Adler in Freudenstadt will bis zum Frühsommer sein Volumen verdoppeln

Nach dem Abriss des Hotel Adler-Nebengebäudes wird nun dort mit Hochdruck der Neuaufbau des geplanten Hoteltraktes betrieben. Das Hotel erhält durch die zwölf neuen Doppelzimmer samt Eingangsbereich und Nebenräumen eine nahezu doppelte Größe.

20.08.2015
  • Monika Schwarz

Freudenstadt. Dort, wo das ehemalige Gebäude stand, klafft derzeit noch ein großes Loch im Erdreich. Vom ehemaligen Gebäudeteil ist nichts mehr zu sehen. Ganz unproblematisch war der im Juni begonnenen Abbruch nicht, erzählen Armin und Beate Gaiser (Hotel Adler) und ihr Architekt Joachim Haist (Freudenstadt).

Vom Bestandsgebäude gab es nämlich keine ganz stimmigen Pläne, somit trat in der Abbruchphase auch die eine oder andere Überraschung zutage. Dies hat das Abtragen etwas kompliziert gemacht und in die Länge gezogen.

Der Neubau, der vermutlich im nächsten Frühsommer fertiggestellt sein wird, wird jetzt angegangen. Entstehen werden zwölf neue Doppelzimmer, womit sich die Gesamtzahl der Adler-Zimmer von derzeit neun auf 21 erhöht. Alle Zimmer werden dann barrierefrei mit dem neuen Aufzug zu erreichen sein. Zwei der Zimmer sind zudem rollstuhlgeeignet (höhenverstellbare Waschbecken und WCs), und zwei weitere fungieren im Bedarfsfall auch als zusammengelegtes, 60 Quadratmeter großes Familienzimmer mit bis zu 7 Schlafplätzen. Jedes der Zimmer bekommt zudem einen Balkon. Architekt Joachim Haist betont vor allem den guten Schallschutz, der die Gäste künftig ruhig schlafen lässt. Auch auf das Beleuchtungskonzept mit integrierter LED-Technik werde viel Wert gelegt.

Adler-Chefin Beate Gaiser hat erst kürzlich wieder ein Seminar zum Thema „Future Hotels“ besucht, sich dabei inspirieren lassen und viele Ideen mit nach Hause gebracht. Sie freut sich vor allem über die neue Rezeption, die im Neubau entstehen wird. Bisher war der Rezeptionsbereich quasi an der Theke im Gastraum integriert und entsprechend beengt. Künftig sind beide Bereiche dann klar getrennt.

Ein kleiner Nebenraum für Konferenzen und Zusammenkünfte mit mobiler Glastrennwand und eine so genannte Raucherlounge mit Terrasse unterm Dach stehen den Gästen künftig ebenfalls zur Verfügung. Ganz wichtig ist es dem Investoren-Paar und ihrem Architekten, die Barrierefreiheit für die Gäste sicher zu stellen – bisher ein Schwachpunkt im Betrieb. Sowohl die vier neuen Stockwerke als auch der Keller mit behindertengerechter Toilette werden deshalb dank des neuen Aufzugs problemlos auch für Behinderte erreichbar sein. Der Aufzug ermöglicht künftig aber auch den barrierefreien Zugang zum jetzigen Gaststättenbereich.

Das Thema Barrierefreiheit spiele bei den Gästen zunehmend eine Rolle, sagt Beate Gaiser und beruft sich dabei auf die Rückmeldungen ihrer Gäste. Bei Bewertungen, denen sich das Hotel regelmäßig unterzieht, hat dieser Punkt in der Vergangenheit immer wieder eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt. Deshalb sei beim Bauvorhaben von Anfang an klar gewesen, dass die Barrierefreiheit im Mittelpunkt stehen wird.

Weil neben Urlaubsgästen im Hotel auch regelmäßig Geschäftsreisende absteigen, ist zudem für kostenloses Wlan in allen Zimmern und sonstigen Bereichen gesorgt. Sowohl die Familie Gaiser als auch Architekt Haist loben im Gespräch die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stadt und den zuständigen Behörden. Alles habe reibungslos und unkompliziert funktioniert. Auch die Resonanz der Freudenstädter sei angenehm, sagt Gaiser. Von negativen Reaktionen oder Vorbehalten gegen den Neubau war nichts zu vernehmen.

Derzeit ist man noch dabei, die farbliche Gestaltung des künftigen Gebäudeteils mit dem Stadtbaumeister abzustimmen, dann aber sind die meisten Detailfragen geklärt. Wenn nun nicht ein übermäßig langer und strenger Winter oder ungewöhnliche Ereignisse einen Strich durch die Rechnung machen, dürften spätestens im Frühsommer die ersten Gäste in die neuen Zimmer einziehen. Bis dahin läuft der Hotelbetrieb aber ganz normal weiter, erklärt Beate Gaiser. Man werde sehr darauf achten, dass die aktuellen Gäste nicht durch Baulärm gestört werden. Aufgrund der Anordnung der Zimmer klappt dies auch, Beschwerden hat es bisher jedenfalls keine gegeben.

Das Hotel Adler in Freudenstadt will bis zum Frühsommer sein Volumen verdoppeln
So wird die Geometrie des neuen Baukörpers am künftigen Hotel Adler in Freudenstadt einmal aussehen. Die farbliche Gestaltung der Fassade ist freilich nur ein Vorentwurf, über die endgültige Farbgebung finden derzeit noch Abstimmungsgespräche mit dem Stadtbauamt statt.Ansicht: Architekturbüro

Das Hotel Adler in Freudenstadt will bis zum Frühsommer sein Volumen verdoppeln
Armin und Beate Gaiser sowie Architekt Joachim Haist (links auf dem Foto) vor der Baugrube in der Forststraße.Bild: mos

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

20.08.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball