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Kommentar Missbrauchsprozess

Das Internet vergisst nichts

Am Ende der zweitägigen Verhandlung waren alle froh, dass es vorüber war. Die Schöffen, die sich manchmal am liebsten mit Grausen abgewendet hätten – und dies manchmal auch taten. Aber auch alle anderen Prozessbeteiligten und vor allem die Mutter des Opfers, die sich die Qualen antat und die Verhandlung am Reutlinger Amtsgericht verfolgte. „Es war ein schlimmer Tag“, sagte Amtsgerichtsdirektor Friederich Haberstroh in seiner Urteilsbegründung und man sah ihm an, dass er diese Äußerung durchaus auch auf sich bezog.

24.06.2014
  • Uschi Kurz

Haberstroh führte behutsam und mit besonderer Sorgfalt durch den Missbrauchsprozess, in dem Dinge zur Sprache kamen, die nicht einmal der Verteidiger wiederholen wollte. Immer wenn die Vorstellungskraft zu versagen drohte, nahm der Amtsrichter die Prozessordnung zur Hand. Hangelte sich anhand der dürren Paragrafen durch das düstere Geschehen.Dass der 38-Jährige am Ende mit einer „nur“ dreieinhalb...

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