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Neujahrsempfang

Das Jahr der Brücken

In Horb läuft es gerade richtig gut. Zumindest vermittelte das OB Peter Rosenberger bei seiner Rede vor knapp 400 Gästen.

24.01.2017
  • Dagmar Stepper
Das Jahr der Brücken Oberbürgermeister Peter Rosenberger beim Neujahresempfang der Stadt Horb am vergangenen Sonntag.Bild: Kuball

Das sonnige und frostige Wetter am Sonntagnachmittag verlockte zwar eher zum Schlitten fahren oder Schnee-Spaziergang, dennoch trudelten knapp 400 Gäste zum Neujahrsempfang in die Rundhalle ein. Das Motto in diesem Jahr lautete „Musik baut Brücken“ – passend zum Landesmusikfestival, das dieses Jahr am 2. Juli in Horb stattfindet. Doch es passte auch zum wichtigsten Horber Verkehrsprojekt, die Hochbrücke, die gerade eine Hürde nach der anderen nimmt. So waren die Reden von zwei Themen geprägt: die Musik und was in Horb dieses Jahr so alles ansteht.

Der Oberbürgermeister

Oberbürgermeister Peter Rosenberger eröffnete traditionell den Rede-Reigen, der in diesem Jahr etwas üppiger ausfiel. Denn, wie Rosenberger anmerkte, stehen schließlich auch die Bundestagswahl und die OB-Wahl in Horb an. Nachdem er sich zuerst dem Landesmusikfestival annahm (siehe gesonderter Bericht), folgte traditionell der Rückblick auf das vergangene Jahr. Rosenberger versteht es, sein Publikum zu unterhalten. So war es auch am Sonntag, als er in Stichworten das Jahr Revue passieren ließ und das Weltgeschehen den Horber Großereignissen gegenüberstellte. So sorgte beispielsweise AfD-Vize Alexander Gauland im Mai für Empörung mit dem Satz: Er mag nicht neben Nationalspieler Jérôme Boateng wohnen. „Aber vielleicht will auch keiner neben Gauland wohnen“, sagte ein grinsender OB. Das brachte ihm dann auch Applaus im Saal ein. Doch zurück zu Horb: Im Mai war der Spatenstich für das neue Feuerwehrzentrum auf dem Hohenberg. So ging es flux weiter durch das Jahr bis zum Ausblick. Denn Neujahrsempfänge dienen ja auch dazu, den Bürgern das kommende Jahr ein wenig zu versüßen.

Die Hochbrücke

Für sie war 2016 schon ein gutes Jahr, denn die Brücke ist im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans und die Gelder sind – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – sicher. In 2017 soll jetzt im Frühjahr das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden und erste Probebohrungen im Bereich der Stützpfeiler stehen an. In 2018 könnten die Anschlussknoten in Nordstetten und am Rauschbart gebaut werden, der Brückenbau in 2019 starten. Diese guten Nachrichten wurden auch von den beiden Bundestagsabgeordneten Saskia Esken (SPD) und Hans-Joachim Fuchtel (CDU) kolporiert. Von Fuchtel allerdings nur am Rande, denn er musste vorzeitig den Empfang verlassen, um rechtzeitig in Berlin anzukommen. Esken schaffte es auf die Rednerbühne und erwähnte zusätzlich die Gäubahn, die ebenfalls im vordringlichen Bedarf ist.

Der Haugenstein

„Im Haugenstein ist es kalt.“ Das sagte Rosenberger bei seinem Rückblick zum Monat November. Doch das Thema treibt um, auch wenn es schwierig ist, „denn rechtlich können wir als Stadt gar nicht agieren“, betonte er. Dennoch will die Stadt versuchen, dass sich die Stadtwerke bei dem Heizkraftwerk einbringen.

Der Haushalt

Heute Abend wird der Gemeinderat den Haushalt verabschieden. Rosenberger griff schon mal ein paar Eckdaten auf. Wieder wird es einen ausgeglichenen Haushalt geben. Und noch mehr: 5,5 Millionen Euro werden neu investiert, zudem werden die Ortsbudget um rund 50 Prozent erhöht.

Die Großprojekte 2017

Das Feuerwehrzentrum soll in diesem Jahr fertig gebaut werden. 4,7 Millionen Euro kostet das Großprojekt, das laut Rosenberger nicht nur mehr Sicherheit für die Bevölkerung bietet, sondern am Neckar in der Nähe der Dualen Hochschule (DH) eine immense städtebauliche Chance bietet. Die DH kann sich erweitern, außerdem entsteht Platz für ein Wohnheim. „Aber auch andere Wohnformen sollen hier eine Rolle spielen“, betonte der OB.

In diesem Jahr soll das Einkaufszentrum eröffnet werden, damit verknüpft ist der Umbau des Busbahnhofs. „Es wird ein Projekt sein, das uns herausfordert – dafür ist es danach eine enorme Verbesserung“, sagte Rosenberger.

Der Noch-Bürgermeister

Als letzten Punkt seiner Rede wandte sich Rosenberger an Jan Zeitler, der am 2. Februar den Posten als Oberbürgermeister von Überlingen antritt. Offiziell wird Zeitler in der heutigen Gemeinderatssitzung verabschiedet, doch ein paar Dankesworte sollten es beim Neujahrsempfang schon sein. Rosenberger lobte die gute Zusammenarbeit und gab ihm einen Tipp mit auf den Weg: „Es wird eine riesen Umstellung geben. Denn als Oberbürgermeister stehst du immer im Feuer“, prophezeite er. „Aber du hast das richtige Rüstzeug in Horb geholt.“ Zeitler betonte nochmals, dass Überlingen keine Entscheidung gegen Horb, sondern für den OB-Posten ist. „Die Zeit in Horb hat mich sehr geprägt. Ich blicke mit großer Freude und Dankbarkeit auf sie zurück.“

Der Landrat

Lob gab es vom Landrat Dr. Klaus Michael Rückert: „Horb wird in den kommenden Jahren einen sehr, sehr guten Weg gehen.“ Er erwähnte die Hochbrücke, die nicht nur für Horb, sondern für den ganzen Landkreis ein wichtiges Bauprojekt ist. Rückert konnte sich allerdings eins nicht verkneifen: den Brückenschlag von realen zu ideellen Brücken: „Horb hat sich immer besonders gut entwickelt, wenn es Brücke zum Landkreis geschlagen hat. Horb ist daher im Landkreis Freudenstadt sehr gut aufgehoben.“

Die Nachtwächter

Das sahen bekanntlich die Horber Nachtwächter anders. In ihrem „Henna-Denna-Dussa-Hussa-Gedicht“ wurde die Zwangseingemeindung von Horb zum Dauerleidens-Thema. Allerdings zu einem sehr unterhaltsamen. So dass auch der Landrat am Ende schmunzeln musste.

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24.01.2017, 01:00 Uhr

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